Marktgemeinderat Winklarn tagt
Marktrat Uwe Groß vereidigt

Uwe Groß aus Winklarn ist das "neue Gesicht" im Marktgemeinderat Winklarn. Er wurde von Bürgermeisterin Sonja Meier vereidigt. Bild: bej
Politik
Winklarn
25.11.2016
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Der Marktgemeinderat Winklarn hat mit Uwe Groß ein neues Mitglied. Bei der Sitzung waren die Einwände zum Misch- und Gewerbegebiet an der B 22 ein Thema, und bei der Anmeldung zum Städtebauförderungsprogramm 2017 wurde nicht gekleckert.

Umfangreich gestaltete sich am Dienstag der öffentliche Teil der Marktratssitzung. Zu Beginn musste Bürgermeisterin Sonja Meier eine nicht alltägliche Handlung vornehmen. Da Andreas Thammer seinen Wohnsitz nicht mehr im Bereich der Marktgemeinde hat, scheidet er aus dem Gremium aus. Sein Listennachfolger ist Uwe Groß aus Winklarn. Dieser wurde durch die Bürgermeisterin in feierlicher Form vereidigt und erhielt eine Ausfertigung der Geschäftsordnung. Außerdem wurde einstimmig beschlossen, Groß als Nachrücker in den Grundstücks-, Bau- und Umweltausschuss zu bestellen. Ebenfalls rückte er als Stellvertreter von Monika Ermer in der Schulverbandsversammlung des Schulverbandes Winklarn nach.

Die Gremiumsmitglieder hatten die eingegangenen Stellungsnahmen und Einwände zur 1. Änderung des Bebauungsplans "Misch- und Gewerbegebiet Winklarn" (an der B 22) zu behandeln. 36 Fachstellen wurden im Zuge der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden sowie sonstiger Träger öffentlicher Belange angeschrieben. Die eingegangenen Einwände und Hinweise wurden besprochen, Lösungen gefunden und Beschlüsse gefasst.

Platz für Trafostation


So fordert das Bayernwerk Schwandorf die Errichtung einer neuen Trafostation zwecks elektrischer Erschließung. Nötig sind 25 Quadratmeter mit Standort Rötzer Straße/Einmündung neue Stichstraße. Eine Rücksprache mit dem Bayernwerk ergab, dass die Station nun auch im Bereich des öffentlichen Grünstreifens am Ende des geplanten Wendehammers möglich sei.

Von Bürgerseite - aus der näheren Umgebung zum Gewerbegebiet - waren ebenfalls Einwände zu behandeln. Unter anderem wurde die fachkundige Überprüfung hinsichtlich schützenswerter Pflanzen und Tiere im geplanten Gebiet in Frage gestellt. Mit dem Hinweis auf die spezielle artenschutzrechtliche Prüfung bereits im Jahre 2011 durch die Untere Naturschutzbehörde konnte dieser Einwand ausgeräumt werden. Damals wurden keine schützenswerten Arten festgestellt. Alle weiteren Einwände wurden ebenfalls detailliert behandelt und mit einem einstimmigen Beschluss versehen. Zu diesem Zwecke war auch Architekt Lösch aus Amberg in der Sitzung dabei und konnte mit fachlichen Erklärungen bei Nachfragen aufwarten. Damit das Verfahren weitergeführt werden kann, musste der Entwurf der 1. Änderung gebilligt werden. Anschließend erfolgt nun die öffentliche Auslegung.

Der Verbleib im Städtebauförderungsprogramm verlangt für das Jahr 2017 eine entsprechende Meldung an die Regierung der Oberpfalz. Die Räte waren sich einig, folgenden Bedarf anzumelden: Umbau und Neunutzung des Thammer-Anwesens (vorderer Teil 600 000 Euro) und Neugestaltung der Bahnhofstraße bis zum Marktplatz (100 000 Euro).

Kritik wenn nötig


Beim Tagesordnungspunkt 22. Änderung des Regionalplans Region Oberpfalz-Nord "Energieversorgung - Windenergie" wurde festgestellt, dass sich im Marktgemeindegebiet Winklarn und an dessen unmittelbaren Grenzen keine Vorrang- und Vorbehaltsgebiete befinden. Sollten nachträglich entsprechende Gebiete aufgenommen werden, will sich der Markt Winklarn kritisch äußern und Einwände erheben.
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