Marktrat befasst sich mit Sperrzeit und Flüchtlingsprojekt
Sperrzeit nicht verlängert

Eine historische Karte von Winklarn, die Bürgermeisterin Sonja Meier überreichte, soll Alfred Schießl an die Sammlung seines Bruders Hans erinnern, die er der Gemeinde überlassen hat. Bild: bej
Politik
Winklarn
26.04.2016
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Soll die Sperrzeit bei Festveranstaltungen im Bereich des Marktes Winklarn von 2 Uhr auf 3 Uhr verlängert werden? Dieser Tagesordnungspunkt sorgte in der letzten Marktgemeinderatssitzung für regen Diskussionsstoff.

Mit 10 zu 3 Stimmen wurde der Beschluss vom 24. April 2012, der die Sperrzeit für Festveranstaltungen auf 2 Uhr festgelegt hatte, weiterhin befürwortet. Als weiteren Tagesordnungspunkt stellte Bürgermeisterin Sonja Meier die Vorberatung des Haushalts 2016 in den Raum.

Haushalt vorberaten


Hierzu begrüßte sie Kämmerer Sebastian Höcherl von der Verwaltungsgemeinschaft Oberviechtach, der den Entwurf vorstellte. Die Ratsmitglieder konnten sich zu den einzelnen Positionen äußern und Änderungswünsche antragen. Das Büro u.m.s. aus Leipzig hatte ein Angebot zur interkommunal abgestimmten Reaktivierung von Wohnungsreserven für die dauerhafte Unterbringung anerkannter Flüchtlinge im Brückenland Bayern-Böhmen vorgelegt. Dieses Projekt läuft im Rahmen der Leerstandsoffensive. Sollten sich die übrigen LSO-Gemeinden auch für eine Beauftragung des Leipziger Büros aussprechen, besteht mit dessen Beauftragung auch von Seiten des Marktes Winklarn Einverständnis.

Dieser Beschluss wurde einstimmig angenommen. Bürgermeisterin Sonja Meier gab folgenden nichtöffentlichen Marktgemeinderatsbeschluss bekannt: Der Planungsauftrag zur 5. Änderung des Flächennutzungsplanes und der 1. Änderung des Bebauungsplans Misch- und Gewerbegebiet Winklarn wurde an das Büro Lösch, Landschaftsarchitektur, Amberg vergeben. Das Gemeindeoberhaupt bedankte sich bei den 18 Teilnehmern der Feuerwehren Winklarn, Schneeberg und Haag, die an der Sanitätsgrundausbildung teilgenommen hatten. "Ich hoffe, diese Sammlung wird entsprechend weitergeführt und ich hoffe, es findet sich eine Person, die sich dieser Raritäten annimmt." Mit diesen Worten übergab Alfred Schießl, Winklarn, die historische Bilder- und Datensammlung seines verstorbenen Bruders Hans an die Marktgemeinde Winklarn.

Fotos und Dokumente


Hans Schießl hatte in jahrelanger, mühevoller Kleinarbeit viele alte Daten, Postkarten und Fotos über Winklarn und seine Bewohner zusammengetragen. Er ist von Haus zu Haus gegangen und hat die Einwohner persönlich auf alte Fotos und Dokumente angesprochen. Zum Teil erhielt er Originale, zum Teil hat er kopiert. Teile dieser Sammlung waren anlässlich des "Tags des offenen Denkmals" im Herbst 2015 im Thammeranwesen einsehbar.

Sonja Meier würdigte diese akribische Arbeit, "die auch für die kommenden Generationen als historisches Informationsmaterial genutzt werden kann." Sie bedankte sich im Namen der Gemeinde bei Alfred Schießl für die Überlassung und versicherte, dieses Vermächtnis in das Archiv aufzunehmen. Als Dankeschön überreichte sie die Fotografie einer historischen Karte vom Ortskern Winklarn vor dem Brand 1822.
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