Marktrat ist nach Kirchenrenovierung bei der Umfeldgestaltung am Zug
Adretter mit Muschelkalk

Noch einiges an Arbeit steht beim Pflastern im Außenbereich der Kirche auf dem Programm. Der Marktrat hat sich jetzt für eine stimmige Variante entschieden. Bild: bej
Politik
Winklarn
03.11.2016
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Die Außenrenovierung der Pfarrkirche von Winklarn ist abgeschlossen. Jetzt ist die Gemeinde am Zug, denn sie muss das Umfeld gestalten - und wird dafür auch zur Kasse gebeten.

Die Gestaltung des Kirchenvorplatzes und der weiteren Außenbereiche war Schwerpunkt bei der jüngsten Marktratssitzung. Die Ausführungen von Architekt Josef Schönberger sorgten für erheblichen Diskussionsstoff.

Nach Beendigung der Außenrenovierung der Pfarrkirche steht noch die Gestaltung des Vorplatzes und der Nebeneingänge an. Da es sich hier um gemeindliches Eigentum handelt, ist die Marktgemeinde "in der Pflicht", verdeutlichte Bürgermeisterin Sonja Meier. Sie stellte dabei auch klar, dass der Außenbereich mit der neu renovierten Kirche harmonieren sollte. Die Verkehrssicherheit müsse gewährleistet sein, und auch der Winterdienst sei dabei ein Faktor. Andrerseits sollten sich die Kosten im Rahmen bewegen, denn auch die Sanierung der Bahnhofstraße und des Marktplatzes stehe in den nächsten Jahren an. Bei diesen Projekten werde auch der Kirchenvorplatz betroffen sein.

Für Mittelweg


Einen "vernünftigen Mittelweg" wünschte sich Architekt Schönberger, der verschiedene Gestaltungsvarianten vorstellte. Die Kosten für Unterbau und Frostschutz müsse die Kirche tragen, hier gelte das Verursacherprinzip. Am günstigsten kommt laut Architekt die Verlegung von grauem Betonpflaster. Er favorisiere aber Muschelkalkpflaster, welches ideal zur Fassadenfarbe und zum Dach passen würde. Für Teilbereiche wie den Haupteingang würden große Platten im Format 42 mal 42 Zentimeter optisch eine weitere Aufwertung bedeuten. Durch den Wegfall der Pflanzbeete haben sich laut Schönberger unterschiedliche Höhen und Steigungen in den Außenbereichen ergeben. Diese Aufgabe lasse sich aber lösen.

Nach längeren Diskussionen im Gremium, wobei natürlich auch die Kosten für die verschiedenen Lösungen auf den Tisch kamen, entschieden sich die Räte für die Verwendung von Pflaster aus Muschelkalk in zwei Größen. Die Kosten von rund 13 500 Euro werden folgendermaßen aufgeteilt: Zwei Drittel übernimmt die Marktgemeinde, ein Drittel die Kirchenverwaltung.

Mit der Abgabe einer Optionserklärung zum neuen Umsatzsteuerrecht durch die Marktgemeinde werde eine Übergangsregelung geschaffen, informierte VG-Leiter Anton Brand. Er erläuterte zu dieser Thematik die umsatzsteuerliche Behandlung auf öffentlich-rechtlichem Gebiet und auf dem privatrechtlichen Sektor. Allerdings stünden hier die genauen Richtlinien noch aus, zu gegebener Zeit werde die Angelegenheit wieder aufgegriffen.

Das Leader-Projekt "Mehrgenerationenplätze" stand in der Vergangenheit bereits bei mehreren Veranstaltungen zur Diskussion. Die Teilnehmer hatten einstimmig für eine Realisierung dieses Projektes in Schneeberg votiert. Nun bekundeten auch die Vertreter der Marktgemeinde ausdrücklich ihre Zustimmung und beauftragten Bürgermeisterin Sonja Meier, alles Erforderliche zu veranlassen.

Die nicht durch Leader abgedeckten Kosten werden durch den Markt Winklarn übernommen. Auch die laufenden Kosten für Unterhalt und Pflege während der Zweckbindung (zwölf Jahre) soll der Markt tragen. Dadurch werde ein nachhaltiger Betrieb sichergestellt.

Gegen Hotspot


Einstimmig sprach sich das Gremium "vorerst" gegen die Einrichtung von Hotspots im Bereich des Marktes Winklarn aus. Die Mitglieder sahen dafür schlichtweg keine Notwendigkeit.
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