Aktion „Spielen macht Schule“

Freude herrschte nicht nur bei den Kindern. Auch (hinten von links) Rektorin Christine Schneider, die Bürgermeisterinnen Sonja Meier, Maria Baumer und Monika Ermer und vom Elternbeirat Birgit Ring, Susanne Nirschl und Stefanie Laubmeier freuten sich über den Gewinn. Bild: amö
Vermischtes
Winklarn
16.10.2016
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Die Thomas Aquinus Rott Grundschule Winklarn-Thanstein hat dank ihres originellen und durchdachten Konzeptes, ausgearbeitet von Rektorin Christine Schneider, eine komplette Spieleausstattung gewonnen. Die Initiative "Spielen macht Schule" fördert so das klassische Spielen an Schulen, denn Spielen macht schlau.

"Spielen und Lernen sind keine Gegensätze! Darum sind gute Spiele eine wichtige Ergänzung zum schulischen Bildungsangebot. Kinder unterscheiden nicht zwischen Lernen und Spielen, sie lernen beim Spiel", so Prof.Dr.Dr.Manfred Spitzer. ZNL (Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen) Ulm.

Pädagogisches Konzept


Die Thomas Aquinus Rott Grundschule hat sich an dem diesjährigen Aufruf der Initiative beteiligt und ein pädagogisches Konzept eingereicht, in dem sie ihre Ideen und Vorstellungen rund um ein Spielzimmer in der Schule vorstellt. Insgesamt gibt es in diesem Jahr 203 Gewinner in allen 16 Bundesländern. Von den insgesamt über 15 000 Grundschulen gehört die Winklarner Grundschule zu den stolzen Gewinnern.

Groß war die Freude über diesen besonderen, wertvollen und nicht alltäglichen Gewinn bei den Schülern und den Lehrern. Rektorin Christine Schneider lud auch die Bürgermeiszur offiziellen Übergabe ein. So galt ihr Gruß den drei Bürgermeisterinnen aus Winklarn Sonja Meier, Maria Baumer und Monika Ermer. Die Rektorin stellte das Konzept vor, das auf pädagogischen Grundlagen und wissenschaftlichen Forschungsergebnissen basiert. Die Schüler kommen in den Genuss bereits in der Kommphase am Morgen, bei Regen in der Pause, in der Mittagsbetreuung, gezielt im Unterricht und in einem internen Ausleihsystem im Leseland.

Beim Spielen werden viele Kompetenzen geschult. Gemeinsames Arbeiten, sogar die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit wird spielerisch dadurch gefördert. Bürgermeisterin Sonja Meier beglückwünschte die Schule zu diesem großen und schönen Gewinn. Sie wünschte den Schülern viel Freude mit den Spielen. Hintergrund des Projektes sind die Erkenntnisse der modernen Hirnforschung.

Negativer Einfluss


Sie zeigen, dass aktive Erfahrungen mit haptischen und visuellen Reizen, wie sie das klassische Spielzeug bietet, förderlicher sind als die passive Erfahrungsvermittlung, wie sie durch das Fernsehen stattfindet. Schon Kinder im Grundschulalter sind dem ständig wachsenden Einfluss von Bildschirmmedien wie Internet, PC Spielen und Konsolen ausgesetzt. Bewegung und Kreativität, wichtige Faktoren für die kindliche Entwicklung, bleiben dabei auf der Strecke. Dem immer stärker werdenden Einfluss der Bildschirmmedien möchte die Initiative "Spielen macht Schule" entgegenwirken.

SpielezimmerDie Initiative "Spielen macht Schule" wurde vom Verein "Mehr Zeit für Kinder" und dem ZNL ins Leben gerufen. Unterstützt wird die Initiative, die in diesem Jahr zum zehnten Mal ausgeschrieben wurde, von den 16 Kultusministerien. Um ein Spielezimmer zu gewinnen, hatten die Grundschulen bis Juni 2016 Zeit, ihre individuell erarbeitete Bewerbung an den Verein "Mehr Zeit für Kinder" zu schicken. Die besten Konzepte wurden von einer Fachjury prämiert. Die kostenlosen Spiele werden von den Mitgliedsunternehmen des Deutschen Verbandes der Spielwarenindustrie e.V. (DVSI) zur Verfügung gestellt. (amö)
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