Der Seniorentreff der Pfarreiengemeinschaft Winklarn-Thanstein lässt sich über Ernährung beraten
Thema: „Genussvoll mitten im Leben“

Elisabeth Beer stellte den Senioren das neue Bildungsangebot "Genussvoll mitten im Leben" vor. Bild: amö
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Winklarn
06.07.2016
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Die Folgen einer unausgewogenen Ernährung und wenig körperlicher Aktivität zeigen sich im Alter schneller als in jungen Jahren. Der Seniorentreff ließ sich deshalb über Ernährung beraten. Dabei gab es so manche überraschende Erkenntnisse.

/Thanstein. Der Seniorentreff der Pfarreiengemeinschaft Winklarn-Thanstein traf sich anlässlich des landkreisweitem Senioren-Cafes im Dorfgemeinschaftshaus in Kulz. Annemarie Mösbauer konnte dazu auch die Dritte Bürgermeisterin Monika Ermer sowie Elisabeth Beer und Elisabeth Obendorfer vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten begrüßen. Die beiden Damen stellten das neue Bildungsangebot "Genussvoll mitten im Leben" vor.

Weniger Durst


Dieses wendet sich gezielt an Menschen ab 65 und gibt mit "Genuss- und Bewegungsinseln" Anregungen zur Stärkung von Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit im Alltag. "Gesundheitsfördernde Maßnahmen wirken sich in jedem Alter positiv auf den Gesundheitszustand aus", sagte Elisabeth Beer, Leiterin der Abteilung Bildung und Beratung. Dazu gehören eine altersangepasste Ernährung und tägliche Bewegung. Damit können altersbedingte Erkrankungen vorgebeugt oder deren Eintritt verzögert werden. Die Folgen einer unausgewogenen Ernährung und wenig körperlicher Aktivität zeigen sich im Alter schneller als in jungen Jahren. Eine zentrale Herausforderung ist mit zunehmenden Jahren der sinkende Energieverbrauch und der gleichbleibende Bedarf an wichtigen Nährstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen und ungesättigten Fettsäuren.

Bei Nichtbeachtung der veränderten Bedürfnisse kommt es leicht zu Übergewicht mit den verbundenen Begleiterkrankungen. Dazu zählen beispielsweise Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes und Gelenkprobleme. Körperliche Veränderungen betreffen außerdem auch das nachlassende Durstgefühl. Daher ist älteren Menschen nicht bewusst, dass sie zu wenig trinken, so die Referentin. Sie nehmen auch Aromastoffe nicht mehr intensiv wahr.

"Das bedeutet jedoch nicht, auf Geschmack und Genuss beim Essen zu verzichten. Gerade im Alter beeinflussen sie das Wohlbefinden und die Lebensqualität", betonte Elisabeth Beer. Die beiden Expertinnen zeigten die Aktion "Genussvoll mitten im Leben" an vier themenspezifischen Genuss- und Bewegungsinseln auf, wie eine bewusste Ernährung mit nährstoffdichten Lebensmitteln und täglichen Bewegungseinheiten im Alltag umsetzbar sind. Die Senioren erlebten beispielsweise die Geschmacksunterschiede verschiedener Brotsorten. Dabei konnten sie bei einem "Brottest" das Vollkornbrot herausschmecken. Bei den pflanzlichen Ölen ging es darum, die Geschmacksnoten verschiedener Rapsöle sensorisch zu testen und die Einsatzmöglichkeiten in der Küche kennen zu lernen. An der Genussinsel "Kräuter und Gewürze" erfuhren sie bei einem Gewürzmemory, wie würzen heute aussehen kann. An der Insel Obst, Gemüse und Milchprodukte gab es Ratschläge, wie die Verzehrempfehlungen umgesetzt werden können.

Früher ging's einfacher


Beim anschließenden Kaffeetrinken wurde noch viel über Ernährung gesprochen, vor allem wie es früher war. Einmal im Monat wurde bei vielen gebacken und dieses Brot musste reichen bis zur nächsten "Bäck". Wenn es auch hart war, es wurde gegessen und nicht weggeworfen. Die Versorgung mit Gemüse und Obst geschah nur aus dem eigenen Garten und Fleisch stand selten auf dem Speiseplan - eine sehr gesunde Ernährung, ohne dass sie bewusst eingehalten wurde.

Annemarie Mösbauer bedankte sich für die vielen praxisnahen und verständlichen Informationen mit einem kleinen süßen Dankeschön aus der Region.
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