Exkursion der Kreisgruppe Schwandorf des Landesbundes für Vogelschutz
Schwingend über den Rasen

Ob Mädesüß oder Sumpfschafgarbe: Viele Pflanzen stellen ganz besondere Ansprüche ans Terrain und sind entsprechend selten. Auf den Spuren von Horst Strecker entdeckte die Gruppe viele nicht alltägliche Pflanzen. Bilder: hfz
Vermischtes
Winklarn
05.08.2016
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Als passionierter Naturschützer hat sich Horst Strecker um nicht alltägliche Wiesen gekümmert. Jetzt folgte eine ganze Gruppe seinen Spuren und betrat dabei auch ein etwas unsicheres Gelände.

Auf Einladung der Kreisgruppe Schwandorf des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) trafen sich mehr als 30 Naturfreunde zur "Exkursion auf den Spuren von Horst Strecker: Naturschätze im Bereich der Gemeinde Winklarn". Dr. Werner Schuler übernahm die Einführung bei der Tour, der sich auch Marianne Strecker, die Witwe des im Januar verstorbenen Winklarner Naturschützers Horst Strecker, Bürgermeisterin Sonja Meier und ihre Stellvertreterin Monika Ermer angeschlossen hatten. Er übergab die Führung an Herbert Gruber, der die besonders wertvollen Grundstücke und die aktuell dort zu sehenden Pflanzen und Tiere am besten kennt.

Nach kurzer Fahrt und einem tüchtigen Fußmarsch gelangte die Gruppe zu den Rosentalwiesen bei Pondorf. Dort zeigte Herbert Gruber neben vielen anderen Pflanzen Mädesüß, Seegras, und Sumpfschafgarbe sowie Seerosen in einem kleinen Weiher. Tief beeindruckt waren alle Teilnehmer, als er den prächtigen Lungenenzian vorstellte, der gerade anfing zu blühen.

Anschließend ging es zur Schmaderer-Wiese, ebenfalls bei Pondorf. Dort zeigte er den gelb und blau blühenden Hainwachtelweizen, von dem er im ganzen Altlandkreis Oberviechtach nur drei Standorte kennt. Auf der noch nicht gemähten Wiese flogen eine ganze Anzahl Schachbrettfalter und einige Dickkopffalter. Leider fehlte der Sonnenschein, der noch mehr Schmetterlinge hervorgelockt hätte.

Zum Abschluss führte er auf einer feuchten Wiese im Aschatal zu einer "Kouh-Wampa" (hochdeutsch: Schwingrasen). Hier ist unter der Grasnarbe Wasser, so dass der Boden wie ein Wasserbett in Wellen schwingt, wenn man sich darauf bewegt. Das probierten dann auch alle ganz begeistert aus. Für Menschen besteht dabei keine Gefahr. Ein Traktor jedoch würde einbrechen.

Alle waren sich einig, dass so eine Exkursion in Winklarn wieder einmal stattfinden sollte, etwa im Frühjahr, wenn noch mehr Blumen blühen. Außerdem konnten diesmal nur drei von den elf Biotopgrundstücken besucht werden, die Horst Strecker schützen half.
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