Frauenbund-Wallfahrt zur Jakobi-Kirche nach Fuchsberg - Infostelle gibt Auskunft über Jakobsweg
Ein Kraft-Ort zum Innehalten

In der Jakobskirche in Fuchsberg erläuterte Kirchenpfleger Ulrich Wohlgemuth (Dritter von rechts) die Entstehungs- und Sanierungsgeschichte des Gotteshauses. Bild: amö
Vermischtes
Winklarn
27.06.2016
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Im Volksmund heißt sie "Da Jakowe drauß": Die frischrenovierte Jakobikirche in Fuchsberg war Ziel der Wallfahrt des Katholischen Frauenbundes Winklarn. Die Geschichte des Gotteshauses ist 250 Jahre alt.

Nach einer kurzen Andacht erläuterte Kirchenpfleger Ulrich Wohlgemuth den geschichtlichen Hintergrund und vor allem die umfangreichen Renovierungsarbeiten in den vergangenen Jahren.

Die Generalsanierung dauerte über mehrere Jahre. Angefangen von der Neueindeckung des Daches mit Schindeln, der Trockenlegung der Wände von innen und außen, über die Innenrenovierung und das Instandsetzen des Außenmauerwerks bis hin zur fachgerechten Restaurierung sämtlicher Einrichtungsgegenstände Auch eine Infostelle wurde errichtet, wo sich der Wanderer zweisprachig (deutsch und tschechisch) über die Entstehungsgeschichte der Kirche informieren kann. Auch der Pilger auf dem Jakobsweg von Prag nach Spanien erhält hier Hinweise.

Historisch belegt ist die Errichtung der Kirche auf das Jahr 1766. Der Legende nach kommen als Stifter und Erbauer Graf Carl Clement von Taufkirchen zu Fuchsberg und seine Gemahlin Eleonore von Taufkirchen-Kreuth in Frage. Sie versprachen, eine Kirche zu Ehren des heiligen Jakobus zu bauen, wenn ihr Sohn gesund aus dem Türkenkrieg zurück kommt. Mit der Errichtung des Gotteshauses erfüllten sie ihr Gelübde. Eine andere Überlieferung sagt, dass es sich um den Wiederaufbau einer in der Reformationszeit verfallenen Kirche handelt.

Der Kirchenpfleger stellte immer wieder heraus, welche Bedeutung diese Kirche für die Fuchsberger hat. Ohne den enormen Arbeitseinsatz und die finanzielle Unterstützung wäre diese Rundumsanierung nicht möglich gewesen. Das sehenswerte Kleinod lade Wallfahrer und Wanderer ein, inne zu halten und Kraft zu tanken. Frauenbund-Vorsitzende Monika Bösl bedankte sich für die sehr informative und verständliche Führung bei Ulrich Wohlgemuth. Für manchen Teilnehmer war diese Wallfahrt der erste Besuch beim "Jakowe drauß".
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