Frauenbund Winklarn verkauft Johanniswein
Römisches Ritual

Pfarrer Eugen Wismeth segnet den "Johanniswein" in der Pfarrkirche Winklarn. Der Erlös aus der Verkaufsaktion des Frauenbundes geht an Hilfsprojekte in Bolivien. Bild: amö
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Winklarn
29.12.2015
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Seit einigen Jahren lässt der Katholische Frauenbund Winklarn den Brauch des Johannisweines wieder aufleben.

Am 27. Dezember, dem Gedenktag des Apostels und Evangelisten Johannes, segnete Pfarrer Eugen Wismeth während des Gottesdienstes den Wein, welchen anschließend die Mitglieder des Frauenbundes als "Johanniswein" verkauften. Dieser Brauch geht auf antike römische Rituale zurück. Der Legende nach reichte man dem Glaubensbringer vergifteten Wein, als er die Götzendiener bekehren wollte. Er segnete den Becher, eine Natter stieg aus dem Gefäß und das Gift hatte keine Wirkung mehr. Daher wird der Apostel oft mit einem Kelch dargestellt, aus dem sich eine Natter emporwindet. In früheren Jahren brachten die Gläubigen oft selber Wein mit zum Gottesdienst, um ihn segnen zu lassen. Dieser diente dann als Medizin bei Erkrankungen und sollte für schnelle Genesung sorgen.

Der Geistliche ermutigte die Gläubigen den "Johanniswein" zu trinken und auch anzubieten mit den Worten "Trinket die Liebe des heiligen Johannes!" Den Erlös aus dieser Aktion wird der Winklarner Frauenbund an verschiedene Hilfprojekte in Bolivien spenden.
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