Grundschüler aus winklarn besuchen Reklamemuseum in Thanstein
Zeitreise durch die Werbung

Herbert Männer, der Initiator der Ausstellung, begrüßte die Mädchen und Buben mit ihrer Lehrerin Christine Schneider. Bild: amö
Vermischtes
Winklarn
12.01.2016
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Die 3. Klasse der Thomas Aquinus Rott Grundschule Winklarn-Thanstein ging mit ihrer Lehrerin Rektorin Christine Schneider auf Zeitreise der Werbung, die früher schlicht Reklame hieß, in das Ende des 19. Jahrhunderts. Sie besuchten das Reklamemuseum in Thanstein.

Herbert Männer, der Initiator dieser Ausstellung, begrüßte die Mädchen und Buben mit ihrer Lehrerin. Er führte die Besuchergruppe durch die Räume und erzählte über die Entstehung. Herbert Männer ist ein leidenschaftlicher Sammler, wie sein Bruder Theo vom Schwarzachtalmuseum in Neunburg und seine Schwester Annemarie, die Möbelexpertin. Schon als Zehnjähriger sammelte er Zigarettenschachtel, die die in Deutschland stationierten US Soldaten wegwarfen. Die Verpackungen waren exotisch, erinnert er sich.

Seit März 2015 finden seine Schätze im Erdgeschoss der ehemaligen Grundschule einen würdigen Platz. Bürgermeister Walter Schauer ermöglichte diese Ausstellung in der leerstehenden Schule. Die Exponate werden in Vitrinen und auf Schautafel präsentiert. Die ältesten der rund 150 Exponate stammen aus dem Jahr 1880, und der Experte weiß jede Menge über den Reklameursprung zu erzählen.

Grafische Werbeplakate aus Pappe, Blech oder Email findet der Besucher neben verschiedenen Verpackungen, Büchsen, Dosen und Schachteln. Die industrielle Massenanfertigung von neuen Produkten, die Ende des 19. Jahrhunderts begann, sollte flächendeckend beworben werden. Dafür boten sich diese widerstandsfähige Blech- und Emailtafeln und die wiederverwertbaren Dosen an. Die Schüler zeigten sich beeindruckt, auf welche Weise Werbung geschehen kann ohne Fernsehen, Flyer und Zeitungen. Auch die Rektorin war beeindruckt von Männers Sammelleidenschaft und der Nutzung des Leerstandes. Die Gäste bedankten sich für die Führung und ließen dabei schon anklingen, dass sie mit ihren Eltern und Geschwistern gerne wieder kommen.
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