Helle Blüten besser

Floristikmeisterin Margit Roiger zeigte, wie schöner Kirchenschmuck mit Blumen aus dem Garten angefertigt werden kann. Bild: bej
Vermischtes
Winklarn
27.09.2016
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Schnittblumen morgens schneiden, von den meisten Blättern befreien und kühl lagern. Floristikmeisterin Margit Roiger hatte noch weitere Tipps für einen schönen und lange haltbaren Kirchenschmuck parat.

-Muschenried. "Blumen laden uns ein zum Innehalten. Sie holen unseren geschäftigen Geist ins Hier und Jetzt zurück." Mit stimmigen Worten begrüßte Floristikmeisterin Margit Roiger aus Winklarn die Kirchenschmückerinnen der Expositur und weitere Interessierte aus den umliegenden Ortschaften. Der Abend im Feuerwehrhaus sollte Anregungen zum Kirchenschmuck vermitteln und dem gegenseitigen Austausch dienen. Maria Baumer begrüßte im Namen der Expositur alle Anwesenden und stellte deutlich heraus: "Unsere Kirchen können sich sehen lassen."

Margit Roiger stieg mit dem Thema "Schnittblumen" in den Abend ein. Grundsätzlich sollten diese morgens abgeschnitten werden. Zu dieser Tageszeit sind sie gut mit Wasser gesättigt. Außerdem muss das richtige Reifestadium der Blüte beachtet werden, die Verwendung von Frischhaltemitteln ist empfehlenswert und das verwendete Gefäß muss sauber sein. Wird ein Schwamm benutzt, dann diesen vorher gut einweichen. Die Blume hält länger, wenn sie von den meisten Blättern befreit ist, sie sollte schräg angeschnitten und kühl gelagert werden. 10 Grad sind empfehlenswert, wobei dies in den Kirchen meistens gewährleistet ist.

Die Floristin gab anschließend einige Tipps zur Gestaltung. Da sich eine Blume durch Farbe und Form ausdrückt, ist ihr Platz, zum Beispiel in einem Gesteck vorbestimmt. Eine Rose oder Orchidee wird stets weiter oben platziert sein, während eine Hortensie mehr im unteren Bereich angesiedelt ist. Unbedingt sollte der "goldene Schnitt" beachtet werden. Damit ist das richtige Verhältnis der Blüten zum Gefäß gemeint. Gestaltungsmöglichkeiten sind dekorativ, vegetativ, parallel und formal-linear. Von Vorteil ist die Gabe von temperiertem Wasser, denn dieses kann schneller aufgenommen werden. Die Expertin gab den Hinweis in Kirchen nicht zu düster zu arbeiten, helle Blüten sind vorteilhafter. Licht- und Wasserbedürfnisse sollen berücksichtigt werden, wobei natürlich das Tauchen optimal wäre. Trotzdem ist einmal kräftig gießen besser als die tägliche Wassergabe.

Nach einigen Worten zur Symbolik der Pflanzen hinsichtlich der kirchlichen Feste fertigte die Referentin ein wunderschönes Blumenarrangement an und erhielt hierfür den verdienten Applaus der Anwesenden. Anschließend wurden noch viele Fragen beantwortet. Mit einer Brotzeit als Dankeschön für das ehrenamtliche Engagement der Schmückerinnen endete der Abend.
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