Meditativer Spaziergang lenkt Blick auf Alltägliches
Selbstverständlich wie Luft

Nachdenken über einen Baum: Auch das gehörte zum meditativen Spaziergang des Frauenbundes. Bild: amö
Vermischtes
Winklarn
26.09.2016
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Der Regen konnte Monika Bösl nicht von einem meditativen Spaziergang durch Winklarn abhalten. Viele Teilnehmer an dieser Aktion des Frauenbundes dachten ähnlich.

Sie nutzten die Gelegenheit, besonders aufmerksam durch die Natur zu gehen und sich der Schöpfung zu erfreuen. Besinnliche Texte an markanten Stellen verwiesen auf viele Selbstverständlichkeiten, die ohne nachzudenken einfach genutzt werden. So behauptete in dem Text ein Fisch, das Wasser nicht zu kennen, obwohl er ständig darin lebt. Saubere Luft ist für Menschen auf dem Land oft selbstverständlich und ganz normal. Erst bewusstes Atmen macht deutlich, wie damit Lebenskraft in den Körper fließt, so der Tenor beim meditativen Spaziergang.

Auch Steine gehören zum Leben. Neben den Felsen und Steinen in der Landschaft gebe es auch Steine der Vorurteile und des Hasses, die die Gemeinschaft und die Freundschaft zwischen den Menschen zerstören.

So gedachte die Gruppe in Fürbitten der Menschen in Bürgerkriegen und bei Straßenschlachten, wo Steine fliegen und das Leben schwer machen oder sogar zerstören. Unter dem Schutz der mächtigen Krone der Linde an der Frauensteinstraße stand das Wunderwerk "Baum" im Mittelpunkt der Betrachtungen. Er soll uns Vorbild sein, so die Anregung: tief verwurzelt, eine Möglichkeit zum Anlehnen für Haltsuchende, ein Platz für Hilfesuchende und Spielende, Schutz vor Angreifern und auch fruchtbringend.

Mit diesen meditativen Betrachtungen wurden die Spaziergänger ermuntert, Wasser, Licht, Steine und Bäume wieder bewusster und vor allem mit Respekt zu begegnen. Eine gemütliche Kaffeerunde mit gespendeten Kuchen rundete den Nachmittag ab.
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