Pfarrer Eugen Wismeth berichtet von Ghana - Dorfleben auf der Straße
Priester erhalten Naturalien

Pfarrer Eugen Wismeth berichtete beim Seniorentreff von seinem Urlaub in Ghana (Afrika). Bild: amö
Vermischtes
Winklarn
02.11.2016
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Bei der monatlichen Zusammenkunft des Seniorentreffs der Pfarreiengemeinschaft Winklarn-Thanstein berichtete Pfarrer Eugen Wismeth von seinem Urlaub in Ghana. Mit einer kurzen Geschichte und einer Meditation erinnerten die Teammitglieder noch einmal an das Erntedankfest. Sie dankten für zahlreiche Selbstverständlichkeiten, die jeder einfach hinnimmt ohne das kleine Wörtchen "danke" zu gebrauchen.

Von unserer Überflussgesellschaft aus führte Pfarrer Eugen Wismeth die Senioren in das Land Ghana. Er verbrachte dort den Urlaub bei seinem Freund Norbert. Ghana ist ein Staat in Westafrika (seit 1956 unabhängig), zwischen Elfenbeinküste und Togo am Golf von Guinea. Von den 25 Millionen Einwohnern auf 240 000 Quadratkilometern (Größe von Westdeutschland) sind 45 Prozent Christen, 15 Prozent Muslime und der Rest gehört Naturreligionen an.

Pfarrer Wismeth landete in Accra, der Hauptstadt in Süden von Ghana. Dann ging es weiter mit dem Auto seines Freundes auf holprigen Straßen in das Landesinnere. Mit einer einfachen, fast primitiven Fähre setzten sie über den Voltafluss. Mit Bildern veranschaulichte er den Zuhörern die Eindrücke. Alles Dorfleben spielt sich auf der Straße ab. Alle Waren und vor allem die schweren Wasserkrüge werden auf dem Kopf getragen. Herzlich begrüßten die Einheimischen "den weißen Mann unter den Schwarzen", wie er sagte.

Besonders beeindruckt war Eugen Wismeth von einem Festgottesdienst, der über vier Stunden dauerte. Selbst ihm war die Predigt von einer Stunde aber zu lang, da er die Sprache nicht verstand. Leuchtende, bunte Kleider und Tänze durften bei keinem Gottesdienst fehlen. Die Gläubigen entlohnen die Priester mit Naturalien bei einem Opfergang, da der Lohn von Bischof nicht zum Leben reichen würde. Pfarrer Wismeth zeigte sich sehr beeindruckt von Land und Leuten, wollte aber aufgrund des tropischen Klimas nicht für immer dort leben.

Annemarie Mösbauer bedankte sich für den eindrucksvollen Bericht und die Bilder, die das Gehörte noch veranschaulichten.
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