Von Bolzplatz bis Stempel

Matthias Rötzer suchte zusammen mit den Kindern per Computerprogramm das jeweilige Elternhaus auf der Karte. Bürgermeister Walter Schauer (hinten) sah dabei zu und musste später viele Fragen beantworten. Bild: amö
Vermischtes
Winklarn
19.10.2016
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Der Siegel der Gemeinde Thanstein fand das besondere Interesse der Viertklässler. Diese staunten in der Verwaltungsgemeinschaft über lange Wege vom Plan bis zum Baubeginn und sahen beim Anfertigen eines Personalausweises zu. Bürgermeister Walter Schauer nahm sich viel Zeit.

Die vierte Klasse der Thomas-Aquinus-Rott-Grundschule Winklarn-Thanstein verlegte mit ihrer Klassenlehrerin Rektorin Christine Schneider ihren Lernort in die Verwaltungsgemeinschaft Neunburg vorm Wald. Die Aufgaben einer Gemeinde gehören schließlich nach Lehrplan zu den Themen im Heimat- und Sachunterricht. Nach der Theorie in der Schule informierten sich die Schüler vor Ort, wie die verschiedenen Aufgaben und Arbeiten erledigt werden.

Rundgang mit Einblick


Schon an der Eingangstür empfing der Thansteiner Bürgermeister Walter Schauer die zukünftigen Wähler mit ihrer Lehrerin Christine Schneider und führte sie in den Sitzungssaal. Hier erläuterte Geschäftsstellenleiter André Schille die verschiedenen Begriffe wie Verwaltungsgemeinschaft, Gemeinde, Bürgermeister und Gemeindeordnung.

Am 1. Juli 1976 haben sich die vier Gemeinden Dieterskirchen, Neukirchen-Balbini, Schwarzhofen und Thanstein zu einer Verwaltungsgemeinschaft mit Sitz in Neunburg zusammengeschlossen. In seinen Erklärungen unterschied der Vorsitzende zwischen Pflichtaufgaben und freiwilligen Leistungen.

Genauer ging Schille auf die momentanen Baumaßnahmen und ihre Finanzierung ein. Hier staunten die Buben und Mädchen über den langen Weg mit allen Genehmigungen und den dazu gehörenden Zuschussanträgen bis zum eigentlichen Baubeginn. Beim anschließenden Rundgang durch das Gebäude durften die Schüler den Angestellten über die Schulter schauen. Brigitta Pittner und Ulrike Lehner im Vorzimmer erledigen die Post und kümmern sich um das Amtsblatt, das Büromaterial, die Kindergärten, die Bolzplätze, den Veranstaltungskalender und die Bücherei. Im Bürgermeisterzimmer erweckte sofort der Stempel des Bürgermeisters großes Interesse. Jeder wollte mithelfen und selbst stempeln.

Bei Elisabeth Lottner erfuhren die Gäste vieles über die Schülerbeförderung, die ja viele selbst betrifft, den Tourismus und das Ferienprogramm. Bei Matthias Rötzer, zuständig für EDV und Beitragsrecht, wurde es interessant: Auf Gemeindekarten zeigte er die Gemarkungsgrenzen und viele markante Stellen. Sogar das Haus von Bürgermeister Walter Schauer suchten und fanden die Schüler auf der Karte. Mit Hilfe des Programmes GIS durften sie auch ihr Elternhaus suchen. Bei Alexandra Schmid im Standesamt verfolgten die Gäste die Herstellung eines Personalausweises. Bauanträge, Straßenunterhalt, Winterdienst und die Feuerwehren gehören zu den Aufgaben von Jürgen Steinbauer. Bei einer Brotzeit löcherten die Schüler Bürgermeister Walter Schauer mit vielen Fragen.
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