Wehr meistert viele Hürden

Gut beschirmt von Schirmherrin Sonja Meier und begleitet von Festmutter Christa Mösbauer und Festbraut Stefanie Mösbauer (von rechts) kann das 150-jährige Gründungsjubiläum der Feuerwehr nur gelingen. Auch die Verantwortlichen und die Ehrenschirmherren wollen ihr Bestes geben. Bilder: bej (3)
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Winklarn
21.09.2016
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Der "Knall" ließ nicht lange auf sich warten. Bei der Aufgabe "Leitungsaufbau" war auch Bürgermeisterin Sonja Meier gefordert.

Schnell und zügig wie sich das für eine Feuerwehr gehört. An nur einem Abend bat die Feuerwehr Winklarn die Schirmherrin, fünf Ehrenschirmherren, den Patenverein und drei Ehrenpatenvereine um Unterstützung fürs Jubiläum in 2017. Für die Bittsteller wurde es eine Mammutaufgabe.

/Schneeberg. Die Ortschaft Winklarn steht an Pfingsten 2017 ganz im Zeichen des 150-jährigen Gründungsjubiläums der Freiwilligen Feuerwehr. Neben allen Planungen und Verträgen dürfen geeignete Paten, die unterstützend zur Seite stehen, nicht vergessen werden. Ebenso wichtig ist eine "gute Beschirmung" für schönes Wetter.

Als "Wetterfee"


So machten sich die Veranstalter auf, um bei Bürgermeisterin Sonja Meier zwecks Übernahme der Schirmherrenschaft anzufragen. Im gleichen Zuge wurde auch bei Christa Mösbauer und Stefanie Mösbauer angeklopft, sie sollen als Festmutter und Festbraut die Jubiläumsfeierlichkeiten begleiten und bereichern. Den musikalischen Rahmen gestaltete die Blaskapelle Kunschir, die den versammelten Gästen zünftig aufspielte.

Aufgrund des langanhaltenden Regens war das Schirmherrenbitten "unters Dach" in das neue Feuerwehrhaus verlegt worden. Festmutter und Festbraut, beide seit vielen Jahren eng mit der Feuerwehr verbunden und engagiert, nahmen gerne die angetragenen Ämter an. Die Bürgermeisterin als "Wetterfee" wünschte sich der Vorsitzende Michael Wellnhofer-Elsner. "An Draht musst ham zu unserm Verein und Mitglied solltest a no sein."

Nachdem die geforderten Kriterien erfüllt waren und die Bitte ausgesprochen, stellte jedoch Sonja Meier eine Aufgabe. Mit drei Miniatur-Feuerwehrfahrzeugen musste ein Brandherd bekämpft werden. Die Aktiven bestanden mit Bravour und deshalb überlegte die Gebetene nicht mehr lange und nahm das Amt als Schirmherrin an. Zur Besiegelung erhielt sie einen feuerroten Schirm, ebenso die Ehrenschirmherren Hans Sailer, Hans Bock, Kreisbrandrat Robert Heinfling, Hans Pregler und Alfred Schießl. Unter den Klängen der Blaskapelle wurde auf die Ämterübernahme angestoßen. Anschließend machten sich die Versammelten auf den Weg ins benachbarte Schneeberg, denn die dortige Feuerwehr war als Patenverein auserkoren worden. Ziel war hier die Festhalle und auch die Ehrenpatenvereine aus Muschenried, Haag und Pondorf hatten sich bereits eingefunden.

Doch so leicht wurde den Winklarnern der Einzug nicht gemacht. Ein dicker Baumstamm versperrte den Weg und erst nach schweißtreibender Sägearbeit war der Weg frei. Die Bittsteller versprachen Bier, Brotzeit und Musik für Paten- und Ehrenpatenvereine. Leider warteten noch weitere Hürden und es war "Ärmel aufkrempeln" angesagt. Die Feuerwehr aus Muschenried prüfte die "Biergeschmackssicherheit", wobei unter vier Sorten das Festbier aus Moosbach erkannt werden musste. Auch die Pondorfer waren bei der "TÜV-Abnahme" ganz kritisch, prüften die Organisatoren auf Tauglichkeit, Lenkung und Getriebe.

Mit Strohhalm löschen


Der Befehl "Wasser marsch" kam aus den Reihen der Haager Wehr. Es galt einen Brandherd mittels Bobbycar und Strohhalm zu bekämpfen. Unnachgiebig dann die Schneeberger. Selbst Schirmherrin Sonja Meier musste beim Leitungsaufbau "antreten", um den Druck des aufgeblasenen Ballons zu überprüfen. Schließlich stand die Entscheidung fest, die Prüfungen waren bestanden und einer Zusammenarbeit stand nichts mehr im Wege. Jubelverein und Paten besiegelten ihre Partnerschaft sehr gesellig mit Freibier und Essen.
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