Wie die Zange ins Wappen kommt
Bürgermeister Walter Schauer beeindruckt Viertklässler mit Ausflug in lokale Geschichte

Bürgermeister Walter Schauer kam persönlich bei der vierten Klasse mit Lehrerin Annemarie Mösbauer vorbei, um zum Heimat- und Sachkunde-Unterricht beizutragen. Bild: amö
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Winklarn
18.01.2016
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Besuch vom Bürgermeister bekam kürzlich die vierte Klasse der Thomas-Aquinus-Rott-Grundschule Winklarn-Thanstein. Walter Schauer ließ sich dort im Heimat - und Sachunterricht beim Thema "Gemeinde" blicken.

Schauer hatte für die Buben und Mädchen einen kurzen geschichtlichen Überblick im Gepäck. Thanstein wurde zum ersten Mal im Jahre 1218 erwähnt als Altenthanstein, nördlich von Dautersdorf. Die heutige Burg wurde wohl in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts von den Zengern, einem bedeutenden Rittergeschlecht gebaut (daher noch die Zange im Wappen).

Ab 1548 folgten die thüringischen Ebleben. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wechselten die Besitzer häufig, bis 1785 die Herrschaft an die Grafen von Holstein überging. 1811 brannte das alte Schloss am Burgberg nieder und Max I. baute das neue Schloss am Fuß des Burgberges (heute Wohnhaus von Herbert Männer).

Nach diesem geschichtlichen Abriss ging der Bürgermeister auf die Situation der heutigen Gemeinde Thanstein ein. Nach der Gebietsreform 1972 schlossen sich 1976 die Gemeinden Thanstein, Dieterskirchen, Neukirchen-Balbini und Schwarzhofen zur Verwaltungsgemeinschaft Neuburg mit Sitz in Neunburg zusammen. Seit 1. Mai 2014 ist Walter Schauer Bürgermeister der Gemeinde.

Er übe gerne dieses Amt aus, bekannte Schauer, denn das Wohl seiner Heimatgemeinde bedeute ihm sehr viel. Die Gemeinde hat knapp 1000 Einwohner auf einer Fläche von 2786 Hektar. Der Rathaus-Chef ging in seinen Ausführungen auch auf die verschiedenen Aufgaben einer Gemeinde ein und die dazu erforderlichen finanziellen Ausgaben. Bereitwillig und kompetent beantwortete er die Fragen der Schüler.

In seinem Schlusswort ermutigte er die Buben und Mädchen, mit offenen Augen durch die Gemeinde zu gehen und gegebenenfalls dem Bürgermeister auch Mängel zu melden. Auch die Mitgliedschaft in den verschiedenen Vereinen sei für eine lebendige Gemeinde notwendig. Für die Kinder war es ein informativer und kurzweiliger Vormittag, solche Unterrichtsstunden sollte es öfter geben, war die einhellige Meinung der Schüler.
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