Wolfgang Harris berichtet beim Seniorentreff von seinen Reisen ins Heilige Land
Religionen teilen sich den Tempelberg

Wolfgang Harris (rechts) war zu Gast beim Seniorentreff der Pfarreiengemeinschaft Winklarn/Thanstein und erzählte von seinen Reisen ins Heilige Land. Bild: amö
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Winklarn
03.06.2016
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Der Seniorentreff der Pfarreiengemeinschaft Winklarn/Thanstein ging kürzlich mit Wolfgang Harris auf eine "Reise" in das Heilige Land. Harris berichtete, unterstützt von vielen Bildern, von seinen Flügen nach Jerusalem und Umgebung.

In seinen Ausführungen ging er auf die Spuren Jesu und auf die politische Lage in Israel ein. Jerusalem ist eine sehr große und alte Stadt. Sie wurde vor rund 5000 Jahren von König David gegründet. Die Stadt hat große Bedeutung für Christen, Juden und Muslime. Jede der drei Religionen verbindet ein wichtiges und besonderes Ereignis mit dem Tempelberg, der auch zu Jerusalem gehört.

Nach dem Glauben der Muslime trat Mohammed in Jerusalem seine Himmelsreise an. An dieser Stelle steht der Felsendom, eine muslimische Moschee. Nach jüdischer Meinung war Mose hier bereit, seinen Sohn zu opfern und König David beauftragte seinen Sohn den Tempel zu bauen. Für die Christen ist es der Ort der Leidensgeschichte und der Auferstehung. Nach Überlieferung befindet sich das Grab Jesu in der Grabeskirche. Dies ist aber keine gewöhnliche Kirche, sondern ein Konglomerat von heiligen Stätten aus düsteren Kirchenschiffen, kleinen Kapellen, engen Treppen und Gängen und schließlich dem Salbungsstein, den jeder berühren will.

Sechs Religionsgemeinschaften müssen sich dieses Heiligtum teilen. "Leider kommt es immer wieder zu Streit und Anschlägen zwischen den Religionen, besonders zwischen Juden und Muslimen", erklärte Harris.

In Jerusalem leben ungefähr 75 Prozent Juden, 17 Prozent Muslime und nur 2 Prozent Christen; der Rest gehört kleinen oder keinen Gemeinschaften an. Wolfgang Harris verstand es ausgezeichnet, die Spannungen, die dort herrschen den Zuhörern näher zu bringen. Die Senioren zeigten sich sehr interessiert, da der gebürtige Schneeberger Matthias Karl dort lebt. Er betreut die Pilgerstätte Tabgha, am Nordufer des Sees Genezareth, am Fuße des Berges der Seligpreisungen.

Für viele war dieser Vortrag eine echte Reise ins Heilige Land, da Wolfgang Harris seine Erzählungen mit vielen Bildern untermauerte.
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