„Hannibal“ legt Bäume flach

"Hannibal" sägt Bäume bis zu einem Durchmesser von 1,20 Metern in einem Schnitt ab, bei stärkeren Stämmen sind zwei Schnitte nötig. Vor allem aber vermindert er die Gefahren bei der Waldarbeit. Bild: frd
Wirtschaft
Winklarn
28.02.2016
202
0

Diesen Waldarbeiter wirft so leicht nichts um: Nicht umsonst hat die riesige Maschine ihren Namen von einem legendären Feldherrn aus der Antike. Ihr "Schlachtfeld" liegt momentan bei Prackendorf.

Dieterskirchen. Stolz auf seine "Königstiger" ist Josef Meckl aus Eslarn. Der Forstprofi besitzt neben vielen anderen Gerätschaften für die Waldarbeit sieben Harvester mit diesem Namen. Sein ganzer Stolz aber ist der "größte und leistungsstärkste Harvester der Welt" mit dem Namen "Hannibal der Größte".

Diese Woche arbeitete Meckl mit seinem "Hannibal" in einem Waldstück an der Kreisstraße SAD 47 zwischen Prackendorf und Neunburg. Meckl ist im ganzen Bundesgebiet tätig und beteiligte sich 2014 auch an der Beseitigung von Orkanschäden in der "Hohen Tatra" in der Slowakei.

Der mit einem 320-PS-Motor ausgestattete "Hannibal" eignet sich sowohl zur Durchforstung als auch zum Kahlschlag, wobei das Besondere die "Stehend-Entnahme" der abgesägten Bäume ist. Auch Waldriesen werden von einem mächtigen Prozessor im oberen Bereich gehalten und schonend herausgehoben. In einem weiteren Arbeitsgang wird der Baum in wenigen Sekunden "entastet" und computergesteuert in Fixlängen von drei bis fünf Metern für Papier- oder Brennholz oder in Langholz bis zu 21 Metern geschnitten. Die Bäume werden nach Längen sortiert für den Abtransport gelagert.

"Hannibal" kann in einem Radius von 15 Metern auf einem Platz stehend die "Ernte" vornehmen und seine Standfestigkeit durch Verbreiterung seines Kettenfahrwerks von drei Meter auf 4,80 Meter erhöhen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Wald (100)OnlineFirst (12900)Harvester (3)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.