13.03.2018 - 20:00 Uhr
Altendorf

Starkbierfest der Feuerwehr Standpauke auf lustig

Das zweite Starkbierfest der Feuerwehr Fronhof ist ein Erfolg. Etwa 100 Besu-cher kommen in das Feuerwehrhaus, um der gepfefferten Fastenpredigt von Bruder Barnabas zuzuhören. Ein weiterer Höhepunkt des unterhaltsamen Abends ist die Versteigerung der hübschen Festdamen.

Etwa 100 Besucher waren zum Starkbierfest der Feuer-wehr Fronhof gekommen um der gepfefferten Fastenpre-digt von Bruder Barnabas (rechts) zuzuhören.
von Hermann HaasProfil

Nachdem das erste Starkbierfest der Feuerwehr Fronhof im letzten Jahr so überaus gut ankam, folgte eine Neuauflage. In relativ kurzer Zeit gingen die Karten für die Feier im Vorverkauf weg, und das Haus war bis auf den letzten Platz besetzt.

Bruder Barnabas alias Daniel Maierhofer schenkte in seiner Standpauke abermals gehörig ein. So mancher musste eine ordentliche Lektion über sich ergehen lassen. Er wies aber eingangs vorsorglich darauf hin: "Wer des niat vertragt, der kon davor no gejh, und wer niat erwähnt wird, der is niat wichtig".

Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder wurde als Ehrengast eingeladen und sie war gleich als erste an der Reihe: "Endli hams in Berlin a Regierung zam bracht, ejtz hot die Marianne wieder Zeit und foahrt für a Freibier recht weit." Ihr Fett bekam auch Kanzlerin Angelika Merkel wegen ihrer Ausländerpolitik ordentlich weg und "Donald Trump denkt bloß an sich und sagt, was kümmern die anderen mich."

Lokale Ereignisse

Bruder Barnabas stellte fest, dass der Burgermoaster, seit dem Fernsehbericht über die Leerstandsoffensive, "a ganz berühmter Mo is". "Ob se durch den Beitrag was ändert, des bezweifle i sehr, wal de Altendorfer gem koin Grund niat her." Weiter spielte der Prediger auf den Gemeinderat an, dass da manchmal etwas schief läuft. "Dau ham s über a Ladestation für E-Bikes obgstimmt, wal's dafür a Förderung gibt, dej laun ma natürli niat as, bloß ladt dou koiner a Fahrradl af."

Dem Mönch ist auch zu Ohren gekommen, dass ein paar Willhofer den Fronhofern ihren Rechtlergrund nicht gönnen: "Doch ejtz hot oiner a alts Dokument gfuna, dou wern af de Gmoi erhebliche Kosten zou kumma." Er ging ferner auf die Dorferneuerung in Altendorf ein. "Für die Umgestaltung des Ortskerns solln die Bagger anrolln, dou froug i mi scho, wer soll denn des zohln", wunderte sich der Ordensbruder.

Er sprach auch noch andere lokale Ereignisse in der Gemeinde an, wie die 900-Jahrfeier, von der man noch nicht viel gehört hat, oder die Personalknappheit im Dorfladen. "Verkäuferinnen gäb es wohl in Massen, doch mejn dej erst a mal jemandn passn", stellte der Kleriker fest.

Auf die Kirche kommend gab der Klosterbruder zu "an Organisten Heidtmann sein Abgang ham a leicht verkraftn kinna, doch ejtz mein ma an neia Pfarra fina. An Pfarrer Wutz sei Versetzung ist überraschend kumma, im Bayerischn Wald wüll ihn da Bischof hom, glei noun Summa."

In seiner etwa 40-minütigen Predigt kam der Klosterbruder noch auf weitere eigenartige, aber auch lustige Begebenheiten zu sprechen. Einige bekamen die Leviten gehörig gelesen oder wurden anderweitig "auf's Korn genommen". Die Beiträge wurden stets mit reichlichen Lachsalven und Beifall belohnt.

Festdamen versteigert

Ein weiterer Höhepunkt des kurzweiligen Abends war die Versteigerung der Festdamen. Die 20 adretten Mädchen, die beim 125-jährigen Vereinsjubiläum im nächsten Jahr das Fest begleiten, boten verschiedene Dienste an, wie Auto waschen, Unkraut jäten, Rasen mähen oder ähnliche häusliche Betätigungen. Dieser Arbeitseinsatz konnte dann von den Besuchern ersteigert werden. Die Angebote gingen zu Preisen von 50 bis zu 200 Euro, vor allem an männliche Bieter reißend weg "wie die warmen Semmeln".

Für alle Besucher war es wieder ein geselliger Abend mit viel Humor, der das vorjährige Starkbierfest übertraf. Für das leibliche Wohl hatte die Küche deftige Brotzeiten und das süffige Starkbier, aber auch leichtere Getränke waren sehr gefragt. Den Reinerlös aus dem Fest gewährt die Feuerwehr den Festdamen als Zuschuss für ihre Festkleider.

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