Neues Buch von Georg Killermann
Skurrilitäten aus dem Landleben

Das neue Buch von Georg Killermann (rechts; hier mit Tochter Anja) ist erneut eine Hommage an das Leben in der Oberpfalz. Bild: haa
Kultur
Altendorf
12.12.2016
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Altendorfer Wirtshausgeschichten und Anekdoten, eigene Erinnerungen, Geschichten und "Sprüche" vom Metzgermeister Rudi Zapf und die schönsten Wirtshauswitze vom Schiesl Robert: Das alles findet sich zusammen mit Skurrilitäten aus dem ländlichen Leben im neuen Büchlein "Wöi der Herr, so's G'scherr" wieder.

Darin knüpft der Autor Georg Killermann an seine beiden vorhergegangenen Erzählbände "3 Knackwürst' und 3 Semmeln" und "Du vielleicht, i niat!" an. Das Buch ist erneut eine Hommage an das Leben in der Oberpfalz und an den Oberpfälzer Dialekt - und an die eigenwilligen, aber dennoch liebenswerten Menschen.

Eigentlich hat Georg Killermann nicht mehr vorgehabt, noch ein drittes Buch herauszubringen, verrät er in seinem Vorwort. "Aber wie's halt so ist, mir fiel immer wieder das eine oder andere aus früheren Zeiten ein und gelegentlich hat man mir auch die eine oder andere schöne Anekdote erzählt", so der Autor. Und so ist wieder ein kleines Buch zum Themenkreis Wirtshaus, Kirche, Dorf und über das Leben auf dem Land entstanden. Viel Hintergründiges und zuweilen auch Nachdenkliches ist darunter, am meisten aber werden die Lachmuskeln bemüht.

Das durften die zahlreichen Gäste hautnah erleben, die zur Buchvorstellung mit Georg Killermann in den Schieslsaal gekommen waren. Die startete zunächst mit einigen Geschichten vom Zapf Rudl unter dem Mott "Mein Freund der Zapf", angefangen von der "unbefleckten Empfängnis" bis zum "Behindertenparkplatz". Die Zuhörer erfuhren aber auch, was es mit dem "Hetschagaul" an Weihnachten auf sich hat oder was es für eine Sensation war, als im Kiosk von Elektro-Pickl der erste Fernseher in Altendorf lief. Für Erheiterung sorgten einige Wirtshauswitze vom Schiesl Robert.

Im zweiten Teil erzählte Georg Killermann vom Schwammerlsuchen und so mancher wird vielleicht zum ersten Mal erfahren haben, dass es in der Gemeinde auch einen CIA gibt, der alles sieht, hört und weiß. Im wahrsten Sinne des Wortes in die Hose geht der "Spinnentraum" und wer glaubt, dass an Dreikönig geborene Drillinge nahe liegender Weise Kaspar, Melchior und Balthasar heißen, liegt vollkommen daneben. Unter dem Titel "Oi - Oa" gab es am Beispiel der Eier ein bisschen Nachhilfe im Oberpfälzer Dialekt.

Wer noch nicht wusste, was ein Treppenwitz ist, weiß es seit der Lesung oder kann es auf Seite 67 im Büchlein nachlesen. Das gilt auch für das Ticken der Himmlischen Uhren (Seite 115). Die Stoiriegel-Musikanten bereicherten die Lesung mit einem ausgesuchten Repertoire und so wurde der Abend fast eine Liebeserklärung an die Heimat und manche eigenwilligen, aber dennoch liebenswerten Menschen.

Das Büchlein "Wöi der Herr, so's G'scherr" von Georg Killermann umfasst 116 Seiten und ist mit 18 Illustrationen des Amberger Künstlers Heini Hohl versehen. Es ist (zum Preis von 8,50 Euro) an folgenden Verkaufsstellen erhältlich: In den Gasthäusern Schiesl und Sorgenfrei sowie im Dorfladen Altendorf; dazu im Marktladen in Schwarzhofen, in der Buchhandlung Westiner in Nabburg, in der Buchhandlung Forstner in Oberviechtach sowie in der Buchhandlung am Tor in Neunburg.

Eine Lesung aus dem Buch fand im übrigen auch in der Buchhandlung Westiner in Nabburg statt.
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