Altendorfer Pizzafest toppt Ergebnis des Vorjahres mit fast 1800 Pizzen
Ein Dorf am Fließband

Lokales
Altendorf
02.09.2014
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Den Fleiß und Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft kann man nicht genug loben. Das Pizzafest war ein voller Erfolg. Nachdem im vergangenen Jahr mit 1550 Pizzen ein Rekordergebnis erzielt wurde, setzten sie nun noch einen drauf: 1 740 Pizzen gingen über den Tresen.

Dazu kamen noch etliche Pizzabrote und 350 Salate. Die Gemeinschaftsaktion hat eine jahrelange Tradition. Bei der Dorferneuerung kamen die Altendofer auf die Idee, in der Ortsmitte einen Backofen zu errichten. Aus dem Backofenfest entwickelte sich die "Kultveranstaltung" Pizzafest. Damit alles reibungslos klappt, ist eine lange Vorbereitung notwendig. Wochen vorher wurde ein rund vier Meter großer "Pizzabäckermeister" an der Ortsdurchfahrt aufgestellt, der die Veranstaltung wirkungsvoll ankündigt.

Rund 90 Helfer sind die Gewähr dafür, dass alles reibungslos klappt. Dabei können die Verantwortlichen, Karl Plössner und Karlheinz Schraml, auch auf Helfer zurückgreifen, die schon seit geraumer Zeit nicht mehr in Altendorf wohnen. In der Gaststätte Popp sorgt die Seniorchefin Maria für den Pizzateig. Rund 300 Kilo Mehl verarbeitete sie. Nachdem der Teig "gegangen" ist, wurde er in das "Produktionszelt" gebracht und portioniert. Genau 235 Gramm Teig wurden abgestochen und maschinell zu kleinen Bällchen gedreht.

Die "Feinjustierung" erfolgte von Hand. Es war keine leichte Aufgabe, 1740 Teigbällchen zu drehen und für die Weiterverarbeitung herzurichten. Das "Ausrollen" des Teiges erfolgte maschinell. Der Teigfladen wurde anschließend in die Blechformen gepasst und wie am Fließband mit verschiedensten Zutaten belegt.

Zunächst wurde das Tomatenmark aufgepinselt und je nach Geschmacksrichtung kamen Salami oder Schinken, Peperoni, Käse, Pilze und andere Zutaten auf den Teig. Danach schoben die "Bäcker" die Pizzen in die Öfen. Drei elektrische Pizzaöfen waren im Dauereinsatz und der große Dorfbackofen war angeheizt. Der "Pizzacomputer" bewährte sich. Damit wurden die Bestellungen erfasst und an eine Zentrale weiter gemeldet. Anhand der Daten startete die "Produktionsmaschine". Zur Spitzenzeit befanden sich 48 Pizzen auf einmal in den Öfen. Alle Hände voll zu tun hatten die Damen am Salatbuffet. In einem benachbarten Raum sorgten Helfer dafür, dass die Pizzableche immer einsatzbereit waren. Da die Bleche heiß aus den Öfen kamen, mussten sie zunächst abgekühlt und dann gesäubert werden. Nachdem die Bleche eingeölt waren, konnten sie wieder der "Produktion" zugeführt werden. Neben dem Personal in der Zubereitung und der "Bäckerei" schwitzten die Helfer im Verkaufsstand, an der Ausgabe und an den Zapfhähnen.

Die Bedienungen hatten alle Hände voll zu tun und als Renner erwies sich die Kaffeestube, die abends in eine Bar umgewandelt wurde. Hauptattraktion war der "halbe Meter Schnaps", der oft bestellt wurde. Bei den Aufräumarbeiten zogen Karl Plössner und Karlheinz Schraml eine positive Bilanz. Insgesamt seien 300 Kilogramm Mehl, 43 Kilo Salami, 22 Kilo Schinken, 140 Kilogramm Käse verarbeitet worden. Der Erlös wird für soziale Zwecke verwendet. Die Spendenübergabe ist voraussichtlich am Nikolaustag. (Hintergrund)
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