01.04.2014 - 00:00 Uhr
AltendorfOberpfalz

Flurneuordnung für Fronhof: Arbeitskreis "Flurwerkstatt" als Vorbereitungsphase Zehn machen bereits mit

von Hermann HaasProfil

Dem Verfahren der angestrebten Flurneuordnung für Fronhof wird eine "Flurwerkstatt" vorgeschaltet. Spontan trugen sich bei einer Aufklärungsversammlung in Fronhof zehn Teilnehmer in die Liste ein. Die Mitarbeit im Arbeitskreis ist offen und auch keine stete Verpflichtung. Das Team wird mit einem Moderator seine Arbeit bereits in den nächsten Monaten aufnehmen.

Landschaftsarchitekt Gottfried Blank zeigte bei der Versammlung auf, was in dieser Vorbereitungsphase erarbeitet wird. Die Teilnehmer erstellen mit Prozessbegleitung durch das Amt und eines Moderators eine gewisse Vorplanung mit möglichst großer Mitarbeit aus der Bevölkerung. "Die Methode ist jedoch nur sinnvoll, wenn die Bürger bereits sind, selbst Verantwortung zu übernehmen und die Planungsmethode mit zu tragen." Die "Flurwerkstatt" sei daher eine Bürgerbeteiligung in seiner weitreichendsten Form. In diesem Arbeitskreis werden die Vorstellungen und Ziele sowie das Leitbild und die Maßnahmen gemeinsam projektieren, da die Beteiligten die bestehenden Probleme und gegebenen Strukturen vor Ort am Besten kennen.
Am Ende der "Flurwerkstatt" muss feststehen, ob mehrheitlich ein Verfahren gewünscht wird und wer Teilnehmer sein will. Außerdem muss in einem Konzept festgelegt sein, welche Ziele mit welchen Maßnahmen erreicht werden sollen. Auch das Verfahrensgebiet muss abgegrenzt sein.

Wenn der Beschluss über weitergehende Planungen erfolgt, wird die vertiefende "Flurwerkstatt" angehängt. Hier erfolgt dann die Struktur- und Nutzungskartierung als Planungsgrundlage sowie Flurbegehungen und moderierte Veranstaltungen mit den Teilnehmern. Ferner werden die Ziele für Konzepte und Maßnahmen weiter verfeinert. Die Kosten für die Vorplanungsphase der "Flurwerkstatt" werden komplett gefördert.

Baudirektor Bachseitz gab noch einen Ausblick über die Dauer eines Verfahrens. Wenn die "Flurwerkstatt" heuer noch die Arbeit aufnimmt könnte im nächsten Jahr bereits das Verfahren eingeleitet und die Vorstandswahl durchgeführt werden. 2015 oder 2016 erfolgen die Planung, die planrechtliche Behandlung mit Genehmigung und die Finanzierung. Mit den ersten Baumaßnahmen könnte dann schon 2017 begonnen werden. Die vorläufige Besitzeinweisung mit Bewirtschaftung der neuen Flächen wäre etwa sechs Jahre nach der Anordnung des Verfahrens möglich.

Bürgermeister Georg Köppl vertrat die Ansicht, dass es bei dieser wohl einmaligen Förderung eigentlich keiner Überlegung mehr bedarf. "Diese große Chance wird es in absehbarer Zeit sicher nicht mehr geben", schloss Köppl.

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