Neun Fronhofer Wehrmänner erhalten staatliche Ehrung - Seit 25 und 40 Jahren aktiv
Verdienste um das Gemeinwohl

Die Feuerwehr Fronhof ehrte mehrere Wehrmänner für langjährige aktive Dienstzeit (von rechts): stellvertretender Landrat Joachim Hanisch, Kreisbrandmeister Josef Lingl, Kreisbrandrat Robert Heinfling, Vorsitzender Franz Schmidl, Bernhard Graf, Alfons Schmitzer, Franz Stengl, Kommandant Gerhard Armer, Erwin Armer, Peter Böckl und Bürgermeister Georg Köppl. Nicht im Bild Otto Stengl und Franz Armer. Bild: haa
Lokales
Altendorf
03.05.2013
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In der heutigen schnelllebigen Zeit ist ehrenamtlicher Dienst bei den verschiedenen Hilfsorganisationen keine Selbstverständlichkeit mehr. Es wird verstärkt zum Problem, junge Leute für freiwillige Hilfen, Dienstleistungen oder Ehrenämter zu gewinnen. Sie wollen frei und ungebunden ihre Freizeit genießen und keine Verpflichtungen eingehen.

Dass dies nicht überall und vor allem in den ländlichen Regionen nicht so ist, wurde bei der Ehrung mehrerer Wehrmänner der Feuerwehr Fronhof für ihre langjährige aktive Dienstzeit, wiederum deutlich. Neun Floriansjüngern wurde für ihre 25- oder 40-jährige aktive Dienstzeit das Ehrenzeichen der Feuerwehr durch die Führungskräfte des Landkreises verliehen. Vorsitzender Franz Schmidl würdigte in seiner Laudatio die jahrzehntelangen Leistungen der Jubilare, die sie mit ihrem Feuerwehrdienst für die Allgemeinheit erbrachten. Wann immer sie gerufen wurden, verließen sie, ohne lange zu überlegen Familie oder Arbeitsstelle, um den in Not geratenen Mitmenschen bei Feuer oder Unfall beizustehen und zu helfen.

Nicht selten sind die Einsätze auch mit Gefahren verbunden. Schmidl dankte den "Altgedienten" für ihre langjährige Mitarbeit und ihren steten Einsatz. "Es wird in Zukunft schwieriger werden, Personen zu finden, die dem freiwilligen Dienen und der Übernahme besonderer Verantwortung aufgeschlossen gegenüber stehen," stellte er fest. Dennoch ist er zuversichtlich, dass es immer wieder verantwortungsbewusste Bürger geben wird, die erkennen, dass der Feuerwehrdienst nicht nur wichtig sei, sondern auch an echter Kameradschaft teilhaben lasse.
Stellvertretender Landrat Joachim Hanisch gab zu verstehen, die Auszeichnung von Feuerwehrmännern mit dem staatlichen Ehrenkreuz sei immer ein besonderer Anlass. Bei der Ausübung des aktiven Dienstes mussten für die Übungen und beim Einsatz oftmals Freizeit und Hobby hinten anstehen. "Doch wir wissen, was wir an euch haben. Deshalb soll diese besondere Auszeichnung ein kleiner Dank für Eure Arbeit sein" hob Hanisch hervor.

Kreisbrandrat Robert Heinfling bezeichnete die zur Auszeichnung anstehenden Dienstjubilare als herausragende Vorbilder für die Jugend. Sie seien Garanten für das Bestehen der Feuerwehr und hätten in den langen Jahren auch viele Höhen und Tiefen des Vereins mit gemacht. Er forderte sie auf, ihren Dienst auch weiterhin so gewissenhaft wie bisher zu versehen und ihre reichen Erfahrungen an den Nachwuchs weiter zu geben.

Bürgermeister Georg Köppl sah als Dienstherr der Feuerwehr die Feierstunde als willkommene Gelegenheit, verdienten Wehrmännern aufrichtigen Dank zu sagen für ihre jahrelange Pflichterfüllung. Laufende Ausbildung, stete Einsatzbereitschaft und oftmaliger Einsatz bei Brand oder technischer Hilfeleistung berechtigten zu allgemeiner Wertschätzung.

Bedeutender Kulturträger

Darüber hinaus ist die Feuerwehr in Fronhof auch ein bedeutender Kulturträger. Mit der Renovierung der Schlosskapelle und der Organisation des alljährlichen Dorffestes beweise sie seit vielen Jahren ihre hervorragende Kameradschaft und ein achtbares Miteinander. Auch hierauf sei die Gemeinde nicht ohne Grund stolz, freute sich der Bürgermeister.

Köppl gab dann noch bekannt, dass die vier Feuerwehren der Gemeinde in ihren kürzlichen Jahresversammlungen den Beschluss gefasst haben, dem Feuerwehrverband beizutreten. Die Gemeinde reizte hierzu mit einem kleinen "Bonbon" in dem sie die Hälfte des Beitrages übernimmt. Bei Anschaffungen für die Feuerwehren kommt die Gemeinde somit wieder in den Genuss von Zuschüssen, die der Feuerwehrverband erwirkt. Der Kreisbrandrat freute sich deutlich über den Beitritt der vier Wehren. Ein gemütliches Beisammensein mit einem Essen schloss sich der offiziellen Feier an.
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