02.07.2017 - 20:00 Uhr
AltendorfOberpfalz

Gemeinderatsitzung Verkehrsüberwachung wird Raser zur Kasse bitten

Die Ortseingänge von Altendorf, egal von welcher Seite her, verleiten viele Autofahrer immer wieder, schneller als erlaubt, in oder aus dem Ort zu fahren. In der Vergangenheit wurden schon wiederholt Messungen und Kontrollen durch die Polizei vorgenommen, doch wirkten die Maßnahmen jeweils nur kurzzeitig. Nun wird die Gemeinde selber aktiv.

Die Ortseingänge von Altendorf, im Bild die Nabburger Straße, verleiten viele Autofahrer immer wieder, schneller als erlaubt zu fahren. Der Gemeinderat hat nun die Einführung einer Verkehrsüberwachung beschlossen. Bild: haa
von Hermann HaasProfil

(haa) Bei der Gemeinde häufen sich zunehmend die Beschwerden von Anliegern über die verstärkten Raser, die mit teilweise hohen Geschwindigkeiten die Ortseingänge passieren. Fahrzeuge, die sich an das Ortstempo halten, werden oft rücksichtslos überholt. Außerdem verursacht der dadurch erhöhte Lärmpegel eine zusätzliche Belästigung für die Anwohner.

Da die bisherigen Aktionen der Polizei wie auch die zeitweise aufgestellte Digitalanzeige für die derzeit gefahrene Geschwindigkeit, von einigen unbelehrbaren Verkehrsteilnehmer anscheinend völlig ignoriert werden, sieht sich die Gemeinde gezwungen, diese Raser nun verstärkt zu erfassen und auch zur Kasse zu bitten, gab Bürgermeister Georg Köppl bei der Gemeinderatsitzung zu verstehen. In zahlreichen Kommunen des Landkreises werde dieses Verfahren mittlerweile mit Erfolg praktiziert.

Zentrale Voraussetzung für mehr Verkehrssicherheit ist, dass sich jeder Verkehrsteilnehmer an die geltenden Vorschriften und Anordnungen hält. Wenn diese allerdings nicht eingehalten werden, sind Kontrollen und nötigenfalls auch Sanktionen erforderlich. Mit dem Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz mit Sitz in Amberg hat die Gemeinde diesbezüglich schon Verbindung aufgenommen.

Der Zweckverband setzt zur Verkehrsüberwachung die gleichen technischen Geräte wie die Polizei ein. Es wird keine Gewinnerzielungsabsicht angestrebt. Alle eingenommenen Verwarn- und Bußgelder gehen an die Kommune. Für die Überwachung und die Sachbearbeitung erhebt die Institution Gebühren, die sich in der Regel mit den Einnahmen decken, rechnete Köppl vor.

Es ist angedacht, dass die Einnahmen aus der Verkehrsüberwachung nicht in den normalen Haushalt der Gemeinde einfließen, sondern für gemeinnützigen Zwecke innerhalb der Kommune Verwendung finden.

Den Umfang und die Prioritäten sowie die Örtlichkeiten der Überwachung kann die Gemeinde selbst festlegen und beim Zweckverband buchen. In Anbetracht der aktuellen Verkehrssituation und der permanenten Geschwindigkeitsüberschreitungen, die letztendlich auch eine Unfallgefahr darstellen, hat der Gemeinderat den Beitritt zum Zweckverband und damit die Einführung der Verkehrsüberwachung beschlossen. Der Beginn wird noch gesondert festgelegt.

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