Birkenweg kein teures Pflaster

BGR Hans Bauer (Dritter von links) segnete im Beisein der Anwohner den neu ausgebauten Birkenweg. Bürgermeister Georg Köppl (links) sprach allen Beteiligten seinen Dank aus. Bild: tja
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Altendorf
25.08.2017
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Bürgermeister Georg Köppl sprach von einer "tollen Gemeinschaftsleistung" und von "vorbildlichem Bürgerengagement": Grund für die lobenden Worte war die Segnung des neu ausgebauten Birkenwegs, den die Anlieger in Eigenregie hergestellt hatten.

Dass der Anliegerweg nach dem erfolgreichen Ausbau nun auch noch den kirchlichen Segen bekam, wertete der Bürgermeister als den krönenden Abschluss, denn "an Gottes Segen ist schließlich alles gelegen". Georg Köppl blendete dabei zurück auf die ersten Anfragen der Anlieger und den langen Weg bis zur Umsetzung. "Dass Bürger auf die Gemeinde zukommen und sagen ,wir erledigen etwas selber', ist eher selten", betonte das Gemeindeoberhaupt. Meistens sei es umgekehrt.

Kanal und Wasserleitung

Daher sei es dem Gemeinderat auch leicht gefallen, dieses Bürgerengagement zu unterstützen. Dabei sei es dem Gemeinderat wichtig gewesen, "Nägel mit Köpfen" zu machen. Vor der von den Anliegern gewünschten Pflasterung des Schotterweges wurde deshalb zunächst einmal der Abwasserkanal befahren und die Wasserleitung geprüft.

Diese wurde schließlich vom Wasserzweckverband der Pretzabrucker Gruppe erneuert, so dass in den nächsten Jahrzehnten keine unvorhergesehenen Schäden auftreten dürften. Für rund 4000 Euro ließ die Gemeinde auch den Kanal sanieren, Dazu wurde ein tragfähiger Unterbau eingezogen. Und weil schon aufgerissen war, wurde auch gleich ein Leerrohr für das schnelle Internet verlegt. Für Materialkosten stellte die Gemeinde schließlich noch 6000 Euro zur Verfügung, und dann konnten die Anlieger zu Werke gehen. Unter fachlicher Begleitung wurden auch gleich die Hausanschlüsse erneuert, und das neue Pflaster samt Wasserrinne wurde verlegt. Die Zeit der Pfützen und der Ausschwemmungen ist nun endgültig vorbei.

Beim "Pflasterfest" zur Segnung des Birkenwegs sagte Bürgermeister Georg Köppl deshalb allen Anliegern und vor allem dem Organisator Johannes Lottner Dank für die Eigeninitiative und die geleistete Arbeit, die der Gemeinde und wohl auch den Anliegern selbst eine Menge Geld gespart hat. Köppl dankte auch den Firmen Süß (Kanalsanierung) und Lottner (Erdarbeiten) für die saubere Arbeit sowie dem Ingenieurbüro Weiß für die fachliche Begleitung. Ebenso den zuständigen Mitarbeitern der VG Nabburg für die verwaltungstechnische Abwicklung.

Bischöflich Geistlicher Rat Pfarrer Hans Bauer - selbst ein "Anlieger" - rief den Segen Gottes auf den neuen Weg und die ihn benutzenden Menschen herab. Er verglich das Leben des Menschen mit einem Weg, der zuweilen auch ohne festen Grund und mit Schlaglöchern versehen sei. Auch für den Lebensweg des Menschen sei es wichtig, auf festen Grund zu bauen und immer ein Ziel vor Augen zu haben, um letztendlich das letzte Ziel bei Gott zu erreichen.

Neue Einmündung

Bürgermeister Köppl gab abschließend noch bekannt, dass der Anschluss des Birkenwegs an den Zellweg in Regie der Gemeinde ebenfalls noch heuer erneuert wird. Hier wird auf einer Länge von 15 Metern neu asphaltiert, werden Kanaldeckel neu gesetzt und die Unterflurhydranten und Wasserschieber erneuert. Hierfür sind Kosten in Höhe von 6000 Euro veranschlagt. Bei einem zünftigen Grillfest wurde die Gemeinschaft weiter gestärkt, und auch so manche Bau-Anekdote aufgetischt.
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