04.04.2018 - 20:00 Uhr
AltendorfOberpfalz

Heuer Straßenbau und Breitbanderschließung Bei Projekten in den Startlöchern

Nach einer baulichen Verschnaufpause im letzten Jahr wird heuer in der Gemeinde Altendorf viel investiert. Der Fokus liegt auf dem Tiefbausektor.

Die Gemeindestraße von Dürnersdorf in Richtung En-zelsberg ist in einem sehr schlechten Zustand und wird deshalb heuer erneuert. Der wilde Baumbewuchs auf der rechten Seite wurde bereits entfernt. Hier werden Rückhaltebecken für das Oberflächenwasser angelegt.
von Hermann HaasProfil

Die größte Maßnahme ist die Erneuerung der Gemeindestraße bei Dürnersdorf mit 600 000 Euro. Außerdem läuft bereits die Breitbanderschließung für alle Ortsteile der Gemeinde, die fast ebenso viel kostet. Während die Gemeinde im letzten Jahr mehrere kleinere Investitionen abwickelte, konnte sie finanzielle Rücklagen für anstehende Baumaßnahmen aufbauen, gab Bürgermeister Georg Köppl in der Bürgerversammlung zu verstehen. Durch diverse höhere Einnahmen, vor allem aus der Gewerbesteuer, können diese größeren Projekte nun schneller verwirklicht werden.

Für die Breitbandversorgung hat die Telekom mit einem Kostenangebot über 566 205 Euro bereits im Juli 2016 den Zuschlag erhalten. Doch ein Rechtsstreit zwischen dem Staatlichen Bauamt und der Telekom verzögerte die bereits begonnene Maßnahme, mit der alle auswärtigen Orte der Gemeinde das schnelle Internet erhalten. Der Freistaat Bayern gewährt hierfür eine Förderung von 90 Prozent, so dass der Eigenanteil nur 57 000 Euro beträgt. Die Arbeiten werden in Kürze wieder aufgenommen. Mittels Kabelverzweiger (FTTC) werden Schirmdorf, Trossau, Willhof und Fronhof angeschlossen. Hier werden Geschwindigkeiten von mindestens 30 Mbit garantiert, es werden aber bis zu 50 Mbit ankommen.

Die anderen Orte und Weiler erhalten Glasfaseranschluss (FTTH) mit aktu-ell bis zu 200 Mbit. Die Telekom wird auch den Nahbereich in Altendorf, ohne Kostenbeteiligung durch die Gemeinde eigenwirtschaftlich ausbauen. Im Ortsbereich von Altendorf werden daher verschiedene Kabelverzweiger installiert. Hier haben die Arbeiten bereits begonnen, gab der Bürgermeister bekannt.

Standort anbieten

Weiter ist die Gemeinde bestrebt, die Mobilfunksituation zu verbessern. Dazu will sie der Telekom einen geeigneten Standort für einen Sendemasten anbieten. Ideal wäre der bereits auf dem Kalvarienberg stehende Sendemast, der bisher für andere Übertragungen genutzt wird. Die Gemeinden Altendorf und Niedermurach werden die Gemeindestraße von Dürnersdorf in Richtung Enzelsberg auszubauen. Die Baukosten belaufen sich auf 595 541 Euro. Der Anteil der Gemeinde Altendorf beträgt 401 361 Euro. Die zuwendungsfähigen Kosten werden mit knapp 56 Prozent gefördert. Den Zu-schlag hat die Firma Seebauer erhalten.

Weiter muss die Schwarzachbrücke in Willhof in nächster Zeit saniert werden. Die lokalisierten Mängel haben jedoch keinen Einfluss auf die Stand- oder Verkehrssicherheit der Brücke. Für die Sanierung wurden Kosten von 262 000 Euro ermittelt. Derzeit gibt es hierfür jedoch keinen Zuschuss. Das Leichenhaus in Willhof wird renoviert und das Umfeld am Friedhof neu gestaltet. Die Arbeiten (44 200 Euro) wurden bereits vergeben. Im Friedhof in Altendorf werden die Hauptwege neu aufgebaut. Ferner sollen beim Kindergarten die Außenanlagen neu angelegt werden. Auch die Schulbuswartehäuschen werden sukzessive erneuert.

Für die vier Feuerwehren der Gemeinde wird im Feuerwehrhaus in Altendorf ein zentrales Schlauchlager eingerichtet. Wegen neuer Vorschriften muss für das Feuerwehrauto eine mobile Absauganlage installiert werden. Ebenso sind für die Atemschutzträger neue Schutzanzüge erforderlich. Schließlich stehen am Feuerwehrhaus in Willhof noch Sanierungsarbeiten an. Die erarbeiteten Vorschläge und Maßnahmen zur Neugestaltung der Flur wurden mit den behördlichen Fachstellen abgestimmt. Die Planung für das etwa 4,2 Kilometer lange Wegenetz wird bis Ende 2018 abgeschlossen.

900-Jahr-Feier

Bürgermeister Köppl kam abschließend auf die 900-Jahr-Feier für Altendorf zu sprechen. Altendorf dürfte um 800 n. Chr. gegründet worden sein, wenngleich auch Funde aus der Hallstattzeit auf eine wesentlich frühere Besiedlung hindeuten. Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort 1118. Altendorf wird daher heuer offiziell 900 Jahre alt.

Der Festausschuss hat ein umfangreiches Programm mit zahlreichen unterschiedlichen Veranstaltungen ausgearbeitet. Die Termine beginnen bereits im April und sind über das ganze Jahr hin zeitlich verteilt.

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