02.03.2018 - 20:00 Uhr
Altendorf

Im Flurneuordnungsverfahren Fronhof/Siegelsdorf für April geplant Info-Abend "Wertermittlung"

Im Flurneuordnungsverfahren Fronhof, welches im Dezember 2016 durch das Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz eingeleitet wurde, soll im Frühjahr die Wertermittlung der eingelegten Grundstücke vorgenommen werden. Hierfür zuständig ist die örtliche Vorstandschaft, welche sich durch drei landwirtschaftliche Sachverständige verstärken wird. Nach der Ausschreibung steht fest, dass die "BBV Land-Siedlung" die anstehenden Arbeitsschritte in Fronhof und Siegelsdorf bearbeiten wird.

Bei der Einzelschätzung werden mit etwa 90 Zentimeter langen Bohrstöcken in regelmäßigen Abständen von 20 Metern Bodenproben genommen und bewertet. Bild: exb
von Georg Köppl Kontakt Profil

Die Wertermittlung, die für April geplant ist und insgesamt zwei Wochen dauern wird, bildet die Grundlage für die spätere wertgleiche Abfindung der einzelnen Teilnehmer. Bei der Wertermittlung der landwirtschaftlich genutzten Grundstücke kommt es auf die natürliche Ertragsfähigkeit an. Sie hängt unter anderem vom Aufbau des Bodens, seinem Humusgehalt, seiner Durchlüftung und seiner Wasserverfügbarkeit ab. Der Tauschwert der Grundstücke wird deshalb jeweils anhand mehrerer Bodenproben bestimmt. Für Einflüsse, die den Ertrag mindern, wie Hängigkeit, Waldschatten, Nässe und dergleichen, werden entsprechende Abschläge vorgenommen, so der Beschluss der Vorstandschaft. Den Beginn der Wertermittlung stellt die sogenannte Mustergrundaufstellung dar, bei der ein Tauschrahmen als Grundlage für die Einzelschätzung aufgestellt wird. Hierbei werden die Ergebnisse der Reichsbodenschätzung auf ihre Übertragbarkeit bezüglich der heutigen Bodenbewirtschaftungsmethoden hin überprüft. Nach der Mustergrundaufstellung und der Festlegung der Grundsätze der Wertermittlung findet die Einzelschätzung statt. Dabei besteht die Möglichkeit der Verringerung der eigenen Flurbereinigungsbeiträge durch Hand- und Spanndienste (Entschädigung 9,60 Euro pro Stunde).

Bei der Einzelschätzung wird das Verfahrensgebiet systematisch geschätzt, in dem mit 90 Zentimeter langen Bohrstöcken in regelmäßigen Abständen von 20 Meter Bodenproben genommen und bewertet werden. Die Ergebnisse der Wertermittlung werden allen Teilnehmern vor den Verhandlungen zur Neuverteilung der Grundstücke in einer Versammlung erläutert. Für weitere Infos lädt die Vorstandschaft zu einer Teilnehmerversammlung zum Thema "Wertermittlung" am Dienstag, 13. März, um 19 Uhr in den Gasthof Schiesl ein.

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