Nächster Schritt: Vorstandswahl

Die Bestandskarte mit der Struktur- und Nutzungskartierung im Verfahrensgebiet Fronhof (im Bild ein Teilausschnitt) macht deutlich, wie kleinräumig und zersplittert die Grundstücke derzeit sind. Die Flurneuordnung soll größere Wirtschaftsflächen für eine zeit- und ressourcensparende Bewirtschaftung schaffen. Repro: kö
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Altendorf
05.01.2017
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Das Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz hat mit Flurbereinigungsbeschluss vom 8. Dezember 2016 das Verfahren Fronhof zur Flurneuordnung angeordnet. Das Verfahrensgebiet hat eine Fläche von rund 241 Hektar. Am 16. Februar steht bei einer Versammlung im Gasthaus Schiesl die Wahl des Vorstandes der Teilnehmergemeinschaft an.

(kö) Die Flurneuordnung dient gleichermaßen der Verbesserung der Produktions- und Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft und dem Erhalt einer gesunden Umwelt. Das Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz in Tirschenreuth stellt dafür 1,2 Millionen Euro Fördermittel in Aussicht.

Zersplitterter Grundbesitz

In den Ortsfluren Fronhof-Siegelsdorf werden die landwirtschaftlichen Produktionsbedingungen verbessert, indem der zersplitterte Grundbesitz der Eigentümer zusammengelegt und die Flächen zeitgemäß erschlossen werden. Gezielte Maßnahmen sollen der Erosion vorbeugen, die Siedlungen vor Überschwemmungen bei Starkregen schützen und die Nährstoffbelastung der Gewässer verringern.

ist Mitglied des Aktionsbündnisses "Brückenland Bayern-Böhmen". Darin haben sich die Kommunen Eslarn, Gleiritsch, Guteneck, Niedermurach, Oberviechtach, Schönsee, Schwarzach, Stadlern, Teunz, Weiding und Winklarn zusammengeschlossen, um ihre Zukunft gemeinsam zu planen. Da die Maßnahmen der Umsetzung des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts (ILEK) des Aktionsbündnisses dienen, wurde der Fördersatz um 10 auf 85 Prozent der Grundkosten angehoben. Somit verbleibt bei den Grundstücksbesitzern nur mehr eine Eigenleistung von 15 Prozent.

Nach der Einleitung des Verfahrens steht als nächstes die Wahl der örtlichen Vorstandsmitglieder (siehe Info-Kasten) an, die die Interessen der Grundstückseigentümer vertreten. Der Vorstand wird die künftigen Maßnahmen mit den Teilnehmern erörtern und mit den Trägern öffentlicher Belange abstimmen, um sie anschließend dem Amt vorzulegen. In zahlreichen Informationsversammlungen wurde über das geplante Verfahren informiert.

1,2 Millionen Euro

Die Bürger von Fronhof und Siegelsdorf konnten sich darüber hinaus im Zeitraum von März 2014 bis Oktober 2016 in sechs Arbeitskreissitzungen und bei Ortsbegehungen intensiv bei der Abstimmung von Planungszielen und der Verfahrensgrenze sowie der Aufstellung eines Maßnahmenkonzepts für ein leistungsfähiges Wegenetz beteiligen. Dabei wurde unter anderem deutlich, dass ein erheblicher Bedarf an Erschließung, Bodenordnung und erosionsvermeidenden Maßnahmen besteht.

Wie kleinräumig der derzeitige Grundstückszuschnitt ist, zeigt auch der Blick in die Statistik: In der rund 241 Hektar umfassenden Verfahrensfläche (davon 167 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche) existieren bei 75 Besitzständen 479 Flurstücke. Auf der Zusammenlegung der zersplittert gelegenen Grundstücke zu großen Wirtschaftsflächen, die dann noch dazu alle vermessen und abgemarkt sind, liegt deshalb neben dem Wegebau und der Wasserrückhaltung ein großes Augenmerk.

Kostenschätzungen gehen von Gesamtkosten von knapp 1,4 Millionen Euro aus. Abzüglich der rund 1,2 Millionen Euro Fördermittel errechnet sich voraussichtlich eine Eigenleistung pro Hektar von 1 250 Euro.

Wahlvorschläge bis 10. JanuarBei einer Versammlung am 16. Februar um 19.30 Uhr im Gasthaus Schiesl steht die Wahl des Vorstandes der Teilnehmergemeinschaft auf der Tagesordnung. Die Mitglieder des Vorstandes und ihre Stellvertreter sind auf je fünf Personen festgelegt. Damit die einzelnen Ortschaften des Verfahrensgebietes im Vorstand ausreichend vertreten sind, wurde festgelegt, dass je drei Vorstandsmitglieder und Stellvertreter für den Ort Fronhof und je zwei Vorstandsmitglieder und Stellvertreter für Siegelsdorf zu wählen sind. Sie bilden zusammen mit dem Vorsitzenden Baurat Martin Stahr vom Amt für Ländliche Entwicklung den Vorstand der Teilnehmergemeinschaft. Zur Vorbereitung der Wahl (Erstellen eines Wahlvorschlags) können Kandidaten benannt werden, die geeignet und bereit sind, dieses Ehrenamt auszuüben. Wahlvorschläge nimmt Bürgermeister Georg Köppl unter Telefon 09675/488 bzw. 0160/90285324 sowie per Mail (unter buergermeister@gemeinde-altendorf.de) bis 10. Januar entgegen. (kö)
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