Von Wasserbau bis Wegenetz

Bei mehreren Ortsbegehungen der Teilnehmergemeinschaft wurden Renaturierungs- und Rückhaltungsmaßnahmen diskutiert, die Wegebautypen festgelegt und über Hecken- und Rankenentfernungen beraten. Bild: exb
Vermischtes
Altendorf
31.08.2017
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Entscheidungen zu Renaturierungs- und Rückhaltungsmaßnahmen, Festlegung der künftigen Wegebautypen, Entfernen bzw. Versetzen von Ranken und Hecken - "hinter den Kulissen" ist bereits einiges geschehen in Sachen Flurneuordnung Fronhof.

-Fronhof. Das wurde deutlich bei der jüngsten Vorstandssitzung im Feuerwehrhaus in Fronhof und der anschließenden Geländebegehung, zu der der Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft, Baurat Martin Stahr, acht von insgesamt zehn Vorstandsmitgliedern und Stellvertretern begrüßen konnte.

Bei der Vorstandssitzung im Mai wurde das Büro "RMK" vorgestellt, das für die Erstellung des Plans für gemeinschaftliche und öffentliche Anlagen (Wege- und Gewässerplan) zuständig ist. Bei einer Ortsbegehung am 13. Juni mit Vertretern vom Verband für Ländliche Entwicklung Oberpfalz (VLE), vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz (ALE) und dem Landschaftsarchitekturbüro Blank wurden wasserbauliche Maßnahmen (Renaturierungs- und Rückhaltungsmaßnahmen) diskutiert. Zudem wurden die Wegebautypen festgelegt; in der Regel ist es die stärkste Ausbaustufe mit bis zu zehn Tonnen Achslast in Schotterbauweise und mit Wegseitengraben.

Einverständnis signalisiert

Wegen geplanter Heckenentfernungen auf dem Flurstück 225/2 zur Erleichterung der Bewirtschaftung fand ein Ortstermin mit der Unteren Naturschutzbehörde statt. Es wurde Einverständnis signalisiert. Eine weitere Ortsbegehung am 10. Juli mit dem Büro Münchmeier-Eigner betraf eine Rückhaltung, zwei Renaturierungen mit teilweiser Wasserrückhaltung in der Fläche und eine Rückhaltung mittels eines kleineren Staubeckens. Der Ausbau des Weges mit der Flurnummer 451 am westlichen Verfahrensrand wird nicht weiter verfolgt, da keine Einigung hinsichtlich der Kosten- und Landabzugsübernahme zwischen der Teilnehmergemeinschaft und Altendorfer Grundstücksbesitzern erzielt wurde.

Sinnvoll und hilfreich

Ziel einer weiteren Ortsbegehung mit Vorständen aus den Verfahren Guteneck-Weidenthal und Mitterauerbach war es, den Vorstandsmitgliedern die einzelnen Wegebautypen in der Praxis vorzustellen und die notwendigen Arbeiten zum Plan über die gemeinschaftlichen und öffentlichen Anlagen zu erläutern. Diese Veranstaltung wurde von allen anwesenden Personen als sinnvoll und hilfreich empfunden. Die Vorstände haben mittlerweile eine Planungsübersicht zu angedachten Hecken- bzw. Rankenentfernungen erstellt.

Diese Übersicht soll in die Landschaftsplanung einfließen und ist besonders auf ihre Auswirkung hinsichtlich der bereits bestehenden Erosion im Verfahrensgebiet zu überprüfen. Wegebaumeister Josef Prey informierte zum beabsichtigten Waldwegebau. Revierförster Reichert führt bis zum Herbst die notwendigen Gespräche mit den Grundstücksbesitzern innerhalb der beabsichtigen Waldtrasse. Die Vorstandschaft möchte im Verfahrensgebiet bis zu drei Holzlagerplätze realisieren

Einige Ranken und Hecken sollen versetzt oder entfernt werden, um eine zweckmäßige und zukunftsfähige Bewirtschaftung sichern zu können. Mehrere bestehende Hecken und Ranken sollen im gleichen Zug verlängert werden, um die Erosion zu mindern bzw. zu verhindern.

Das Büro Münchmeier-Eigner wird Planungen zu einem Rückhaltebereich im nordwestlichen Verfahrensgebiet, zu Heckenentfernungsvorhaben, zur Renaturierung und zu Rückhaltemaßnahme mit Zwischendämmen am Ortseingang Siegelsdorf und zur Renaturierung im nordöstlichen Verfahrensgebiet sowie zu Rückhaltemaßnahme im östlichen Verfahrensgebiet (Straßenumfeld) erstellen.
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