21.08.2014 - 00:00 Uhr
Altenstadt an der WaldnaabOberpfalz

"Barbari Bavarii" zogen im "Tiff-Nix" ohne Pardon vom Leder Knaller und Knüller

Seit Wochen fielen die drei gemalten Gesichter auf den Plakaten im Stadtgebiet immer wieder ins Auge. Am Samstagabend war es endlich soweit, und "Barbari Bavarii" gaben ihr Debüt im "Triff-Nix".

Drei junge Oberpfälzer aus Theisseil hatten ihren Spaß im "Triff-Nix" und das Publikum noch mehr an dieser frischen Truppe. Bild: fjo
von Josef ForsterProfil

"Hier wird Humor noch ernst genommen." Was Peter Greiner eingangs anpries, zeigte sich vor allem in deftiger und derber Form. Mit seinen Mitstreitern Christian Witt und Stephan Rosner hielt er die Kegelbahn den ganzen Abend auf Trab. Schon gleich mit dem ersten Titel "Mensch, gibt's denn des" ließ die aufgeweckte Gruppe keinen Zweifel an dieser Redensart.

Damit war das Publikum sofort in den Bann gezogen. Greiner stellte in reinem Oberpfälzer Dialekt fest: "Aids scha so a Stimmung. Wou solln des nu hie-fäijan?" Gäste aus dem Frankenland waren nicht darunter, und das war gut so. Denn gerade auf diesen benachbarten Volksstamm hatten sich die Drei besonders eingeschossen. Andererseits fehlten ebenso wenig eigene Erlebnisse, kraftvoll in Lieder mit Rhythmus und Melodie gepackt. "Annamierl - Zuckerbierl" gehörte zu dieser Kategorie, was Rosner als die Eigenversion von "Oberpfälzer sucht Frau" kommentierte. Oder die Erzählung vom Zoiglabend.

Knackiger Sound

Knaller und Knüller folgten Schlag auf Schlag, auch wenn manche Bemerkung oder Liedtextstelle beileibe nichts für jeden war ("Du stinkst so, Baby"). Dennoch punktete das Trio durch die stets mit einem knackigen Sound unterlegten Titel.

Wie nah die Fans am Text waren, resümierte Witt mit einem fast entsetzten Unterton: "Wenz diarts bei jedanna Zeiln so asflipz, dann dauert des Lied alloi a halwe Stund." Überhaupt blieb noch Platz für Kommentare aus dem Publikum, die von den Dreien gerne aufgenommen und stark gewürzt zurückgespielt wurden. Mitklatschen, mitsingen, wippen und schunkeln war spätestens beim Schlagermedley angesagt, bei dem so ziemlich alles zusammengeschmissen war, was immer noch in ist. Die gewiss nicht alltäglichen Künstler bezeichneten dies als ihr "Kegelfest der Folxmusi".

In einem anderen Titel sahen sie in der Caritas ein soziales Netzwerk oder begeisterten mit dem "Bulldog-Lied". Es kam, wie es kommen musste, denn so einfach wollten die Gäste die Akteure dann zum Schluss keinesfalls gehen lassen. So wie das Fränkische im ersten Teil sein Fett weg bekam, ging es den Niederbayern in den Zugaben. Die Zusammenfassung des gesamten Programms in einem Abspann zeugte noch einmal von der großen Kreativität des jungen Ensembles.

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