Gottesdienst mit über 800 Besuchern in Altenstadt - Kindern die Frohbotschaft verkünden
Spontaner Beifall für den Bischof

Er ist herzlich, offen und geht auf die Menschen zu. Genauso begegneten ihm auch seine Schäfchen auf seiner dreitägigen Pastoralreise in die nördliche Oberpfalz. Zu deren Höhepunkt zelebrierte der neue Oberhirte der Diözese Regensburg, Bischof Dr. Rudolf Voderholzer, einen feierlichen Gottesdienst in der Kirche "Zur heiligen Familie". Viele Hundert Hände musste er im Anschluss bei der Begegnung mit Gläubigen aus der ganzen Region schütteln.

"So viele Besucher habe ich erst einmal in unserer Kirche gesehen", gestand Ordner Konrad Adam. Es mögen wohl gut 800 gewesen sein, die Bischof Rudolf nach dessen Einzug hinter gut 40 Vereinsabordnungen mit Fahnen und an die 80 Priester, Diakone und pastorale Mitarbeiter mit einem spontanen Applaus empfingen. Gemeinsam mit Regionaldekan Gerhard Pausch, den vier Dekanen Thomas Jeschner (Neustadt), Michael Koch (Nabburg), Johannes Lukas (Weiden) und Alexander Hösl (Leuchtenberg), Pfarrer Nikolaus Grüner, Bischofskaplan Michael Dressel und Diakon Herbert Sturm zelebrierte er eine feierliche Messe, in deren Mittelpunkt der Evangelist Markus stand, dessen Festtag begangen wurde. Die blutroten Messgewänder der Zelebranten sollten an dessen Martyrium in Alexandria erinnern.

Der erste Evangelist

In der Predigt forderte Voderholzer dazu auf, dem Beispiel des Heiligen folgend, das Evangelium zu verkünden. "Das ist die Grundlage der Kirche und unseres Zusammenseins." Markus sei als Dolmetscher an der Seite Petrus unterwegs gewesen, habe die Kirche in Alexandria gegründet und dort auch den Märtyrertod erlitten. Neuere Erkenntnisse hätten ergeben, dass sein Evangelium, das erste, doch gehaltvoller sei als es zunächst erschien. "Es hat eine tiefe und große Botschaft. Er hat darin das Wirken Jesus als Sohn Gottes strukturiert und unter dem Begriff 'euangelion' (gute Botschaft) zusammengefasst". Er stelle uns an die Seite jenes römischen Soldaten, der unter dem Kreuz erkannte: "Wahrhaftig dieser Mensch war Gottes Sohn". Durch seine Bischofsweihe sei er zum ersten Evangelisten der Diözese bestellt worden.
Wir alle, auch die Eltern, seien Evangelisten, die ihren Kindern die gute Botschaft gewissenhaft, freimütig und froh verkünden sollten, mahnte der Prediger. Er bat die Gläubigen, für ihn zu beten, damit er dieses Wort immer wieder aufs Neue aufnehme und geschenkt bekomme, und so die Menschen im Glauben stärken könne. Der Kirchenchor unter der Leitung von Marina Wildenauer und Organist Tobias Rupprecht gestalteten die Messe auf Wunsch Voderholzers musikalisch mit volksnahen Liedern.

Viele Hundert Hände schüttelte der Bischof anschließend bei der Begegnung mit Pfarrgemeinde-Mitgliedern vor und im Pfarrheim, zu der Pfarrer Nikolaus Grüner und der Pfarrgemeinderat eingeladen hatten. Bereits auf seinem Weg dorthin mischte er sich unter die bei frühsommerlichen Temperaturen wartenden Menschen, die bei weitem nicht alle Platz im Pfarrsaal fanden. Für jeden hatte er ein persönliches Wort bereit.

"Eslarn? Das kenne ich, da ist meine Mutter nach dem Krieg über die Grenze gekommen", erzählt er einem Mann, der offensichtlich aus dem Grenzmarkt stammt. Ob Kolpingvertreter, Pfadfinder, Pfarrgemeinderäte oder einfach nur Kirchgänger: Der Bischof ging auf alle offen und herzlich zu. In einem kurzen Grußwort stellte Landrat Simon Wittmann den Landkreis "als wunderbare Heimat in der Mitte Europas" vor. Pfarrgemeinderatssprecher Ralf Bauer dankte für den Dialog, den der Bischof anbot, und hoffte, dass dem in Zukunft noch viele folgen werden.

Wunderbarer Querschnitt

Bischof Voderholzer dankte für die Freundlichkeit und Herzlichkeit, mit dem ihm die Menschen hier begegnet seien. Er bekräftigte seinen Dank an alle, die mit der Vorbereitung und Organisation seiner Pastoralreise befasst gewesen seien. "Ich danke dem Regionaldekan Gerhard Pausch für den wunderbaren Querschnitt, den er mir in dieser Region bot. Spätestens jetzt bin ich hier angekommen."
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