03.09.2014 - 00:00 Uhr
Altenstadt an der WaldnaabOberpfalz

Hans Ach mit 81 Jahren gestorben - Musiker mit Leib und Seele erfreute auf seiner Harmonika ... Und bleibt der Himmel auch mal grau ...

von Elisabeth DobmayerProfil

Der bekannte Vollblutmusiker und Tüftler Hans Ach ist tot. Er starb kurz nach seinem 81. Geburtstag, den er am 14. August feierte. Semino Rossis Hit "Rot sind die Rosen, Rosen geschenkt aus meinem Herzen" war das Lieblingslied des bekannten Harmonika-Spielers, das er noch an seinem 80. Geburtstag vor einem Jahr für seine Gäste zum Besten gab.

Ach war überall als "der kloi Hansl" bekannt und ein Musikant mit Leib und Seele. Flink sausten die Finger über die Tasten seiner "kleinsten Harmonika der Welt", die über 100 Jahre alt ist. "Lasst eure Sorgen daheim. Und bleibt der Himmel auch mal grau, bleib trotzdem Optimist", hieß das Lebensmotto des Verstorbenen, das er bei jeder Gelegenheit musikalisch untermalte.

Sein Leben verlief nicht gerade leicht, trotzdem blieb er immer lustig und lebensfroh. In Grünhammer geboren, wuchs er neben der Pfreimd auf und war als Hütbub in dieser Gegend unterwegs. Dies zu betonten darauf legte er stets größten Wert, denn seine Herkunft wollte er keinesfalls verleugnen. Sein Vater arbeitete gleich nebenan über 40 Jahre in der Glasschleiferei. Mit der einzigen Schwester Martha - zwei Schwestern verstarben bereits im Kindesalter - knüpfte er zeitlebens enge Bande. 1967 baute die Familie ein Eigenheim in der Fichtenstraße, und Ach zog mit um.

Sogar für den Rundfunk

Die Liebe zur Musik entdeckte der Altenstädter früh. Sie ließ ihn Zeit seines Lebens nicht los. Ein großes Erlebnis war die Rundfunkaufnahme mit seinem Vater 1962 in Schwarzenfeld. Damals wurde auch der Name "Pfreimdtal-Duo" geboren. Später spielte Ach mit dem unvergessenen Hans Hoch oder mit Rudi Hilburger. Zur rechten Zeit traf man ihn mit seinem Instrument in der Zoiglwirtschaft "d 'Eisenbahn" oder bei der "Emma" in Altenstadt an. Auch in München spielte Ach auf. Alfred Dirscherl, der ebenfalls schon verstorben ist, fädelte damals diesen Auftritt ein. Hobbymäßig reparierte Ach Uhren unterschiedlichster Art. In Gang brachte er sie alle wieder. Seine Lebensuhr steht nun aber still. "Servus, pfüat Gott und Aufwiedersehen, bei Hans Ach in Altenstadt treffen wir uns wieder", war sein Versprechen an seinem runden Geburtstag, das er nun nicht mehr einhalten kann. Das Requiem beginnt am Freitag, 5. September, um 10 Uhr in der Simultankirche. Unvergessen wird der "kloi Hansl" als Unikat seinen Freunden aber in jedem Fall bleiben.

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