16.03.2018 - 20:10 Uhr
Altenstadt an der Waldnaab

Bürgerentscheid zum Pfarrplatz-Brunnen schafft Hürde Abstimmung im Juni

Das Bürgerbegehren "Wasserfontänen am Pfarrplatz" ist zulässig. 399 Unterschriften wären notwendig gewesen, 712 gültige wurden bei der Verwaltung eingereicht. Damit haben nun die Bürger das letzte Wort, wie der Pfarrplatz künftig genutzt werden soll. Der Entscheid wird am 3. Juni stattfinden; Bürgermeister Ernst Schicketanz kündigte im Gemeinderat eine Informationsveranstaltung zu allen drei Bauabschnitten am 5. Mai an.

von Redaktion OnetzProfil

CSU-Sprecher Dominik Baschnagel begrüßte den Entscheid: "Ein Mehr an Bürgerbeteiligung kann unserem Ort nicht schaden". Wichtig sei nun, dass es schnell gehe, damit der Pfarrplatz endlich "wie auch immer" gestaltet werden könne. Baschnagel machte sich für eine Markierung des Innenbereichs stark, damit jeder sich ein Bild machen könne von Lage und Ausmaß.

Die Verwaltung bat er, durch entsprechende Information Gerüchten über den geplanten Brunnen entgegenzutreten, ob es um vermeintlich hohe Reinigungskosten, um die Höhe der Fontänen oder die Wasserverdunstung gehe. Es sei ja sogar schon das Wort vom "Giftbrunnen" gefallen. Überdies sei klarzustellen, dass auf dem Areal niemals Parkplätze vorgesehen gewesen seien, gleich, ob nun ein Brunnen gebaut, eine Skulptur aufgestellt oder der Platz für einen Maibaum freigehalten werde.

Seine Fraktion werde auch weiterhin für die mit Mehrheit im Gemeinderat beschlossene Gestaltung des Platzes eintreten. "Wir sehen das Potenzial, dass unser Altenstadt jetzt einen schön gestalteten historischen Ortskern erhalten kann." Der neue Pfarrplatz werde aber nur dann zum Anziehungspunkt, wenn gemeinsam mit der Bevölkerung etwas Zukunftsorientiertes geschaffen werde.

FWG-Sprecher Bernhard Pscheidt, dessen Fraktion den Bürgerentscheid unmittelbar unterstützt und lieber einen Maibaum auf dem Pfarrplatz sähe als einen Brunnen mit beleuchteten Fontänen, sagte, der Gemeinderat hätte den Bürgerentscheid verhindern können, in erster Linie durch eine bessere Informationspolitik. Nun gehe es nur noch um ein Ja oder Nein zu den Fontänen. Auf den Einwurf Baschnagels, die Gemeinderatsbeschlüsse zum Pfarrplatz seien stets einstimmig gewesen, erwiderte Pscheidt, es habe nur immer zu wenig Informationen gegeben, dadurch seien die Gerüchte entstanden.

SPD-Sprecher Johann Simon bekräftigte seine Haltung pro Brunnen; doch ganz gleich, wie der Entscheid ausgehe, wichtig sei vor allem, dass aus dem Pfarr- kein Parkplatz werde.

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