07.02.2017 - 20:00 Uhr
Altenstadt an der WaldnaabOberpfalz

Feuerwehr Wurz: Gespräch mit MdL Annette Karl Starke Leistung im Ehrenamt

Oft stehen große Feuerwehren im Mittelpunkt, wenn sich Politiker zu einem Besuch ankündigen. Das wollte die kleine Wehr in Wurz ändern - und stellte Landtagsabgeordneter Annette Karl die Einrichtung vor. Diese kündigte spontan einen weiteren Besuch an.

Kommandant Thomas Mathes (rechts) erläutert MdL Annette Karl Sinn und Zweck des neuen Anbaus an das Feuerwehrhaus in Wurz
von Autor gagProfil

Wurz. (gag) Kommandant Thomas Mathes war es ein Herzensanliegen, der Politikerin die Wehr vorzustellen. Gleichzeitig wollte er Danke sagen, denn ein Großteil der Finanzierung stamme aus Landesmitteln. "Ich bin sehr froh, solche Einladungen zu bekommen. Als Abgeordnete ist es sonst schwierig, solche Objekte zu sehen", betonte Karl.

"Wir haben alles in Eigenregie erstellt, mit vielen ehrenamtlichen Handwerkerstunden", berichtete Mathes, als er Karl den neuen Anbau zeigte. Dort soll künftig der geplante Mannschaftsbus mit acht Sitzplätzen stehen, der zusätzliche Helfer zu den Einsatzorten bringt. Karl war beeindruckt von der Leistung der Wurzer: "Da zahlt sich eine gute Gemeinschaft aus, das spart der Kommune viel Geld."

Spenden unverzichtbar

Bewusst habe man auf ein Obergeschoss für einen Gemeinschaftsraum verzichtet. Dieser Raum befindet sich stattdessen im angrenzenden Gemeindehaus. Mathes lobte die problemlose und schnelle finanzielle Vergabetechnik der Regierung. Doch nur durch Vereinsmittel und Spenden seien die Investitionen wie die neue Wärmebildkamera letztendlich möglich gewesen. Zur Einweihung des Anbaus am 16. Juli lud er Karl ein, die spontan zusagte.

Zum weiteren Gespräch im Gemeindehaus kamen auch zweiter Kommandant Christian Gleißner, zweiter Vorsitzender Thomas Stock und die dritte Bürgermeisterin Maria Sauer. "Sind auch Frauen in der FFW Wurz?", wollte die Abgeordnete wissen. Mathes erzählte, dass aktuell drei "Mädels" aktiv seien, "aber die heiraten uns alle weg". Elf Aktive gibt es derzeit in der Jugendarbeit. Intensive Ausbildung und Strukturen seien wichtig, denn "wir brauchen Kämpfer, keine Luschen", sagte Mathes. "Wir haben auch den Vorteil, zwischen Windischeschenbach und Neustadt zu liegen. So können wir uns stets gegenseitig helfen."

Aus diesem Grund haben 18 Ehrenamtliche Funkmeldeempfänger und können direkt alarmiert werden. Große Einsätze würden zwar mit Sirenen angezeigt, diese wurden aber in den letzten Jahren in kleineren Orten abgebaut. Dadurch komme es immer wieder zu Verwirrungen.

Annette Karl interessierte sich ferner für die Zusammenarbeit mit der Integrierten Leitstelle. "Die ist sehr gut", lobte Mathes. Jetzt sei es viel einfacher, Einsätze anzumelden und zu koordinieren. "Man drückt nur festgelegte Tasten, dann weiß die Leitstelle Bescheid." Die umständliche Kommunikation früherer Zeit sei Geschichte, das meiste werde nun per Statuskombination übermittelt. Auch die Atemschutz-Übungsstrecke in Neuhaus werde gut genutzt. Jeder der 18 Atemschutzgeräteträger muss sein Können dort einmal im Jahr unter Beweis stellen. (Hintergrund)

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