13.10.2017 - 20:00 Uhr
Altenstadt an der WaldnaabOberpfalz

Gemeinderat diskutiert über neuen Pfarrplatz Wasserfontänen anstatt Maibaum

Soll der Maibaum künftig auf dem neuen Pfarrplatz aufgestellt werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Gemeinderat. Zur Diskussion stehen verschiedene Vorschläge. Am Ende entscheiden sich die Räte für beleuchtete Wasserfontänen und gegen den Maibaum.

Im Zuge der Städtebausanierung wird der Pfarrplatz neu gestaltet. Bild: sm
von Werner SchmolaProfil

Thema war die gesamte Gestaltung des Innenbereichs beim Pfarrplatzumbau. Architekt Klaus Stiefler vom Büro RSP aus Bayreuth stellte nun die Ergebnisse seiner Planungen vor, die auf Anregungen des Gemeinderats basieren. Dabei ging er nach den Themen "Wasser, Bodentextur, Info-Skulptur, Maibaum und Energiesäulen" vor. Beim Wasser ging es um die Gestaltung des 85 Quadratmeter großen Innenbereiches mit einem Brunnen. Der Architekt empfahl anstatt eines konventionellen Brunnens den Einbau von "aus dem Boden sprudelnden Wasserfontänen". Die seien attraktiver, könnten beleuchtet werden und würden den Platz beleben.

Bei der Gestaltungsvariante "Bodentextur" schlug Klaus Stiefler vor, drei Elemente, nämlich die Themen Glas, Goldene Straße und Waldnaab in den Bodenbelag zu integrieren. Strichcodes könnten zudem auf den High-Tech-Standort Altenstadt verweisen. Eine "Info-Skulptur" oder eine "Info-Stele" könnten die Ortsgeschichte erklären. Der Architekt hält den Pfarrplatz wegen der beengten Verhältnisse als Maibaumstandort für ungeeignet. Er empfahl stattdessen den Julius-Meister-Weg. Dieser könnte beim zweiten Bauabschnitt der Ortskernsanierung eingeplant werden. Stiefler stellte dennoch einige Gestaltungsvarianten mit verschiedenen Maibaumhalterungen vor. Bernhard Pscheidt, der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, hielt den Pfarrplatz sehr wohl für geeignet. "Gerade aus kultureller Sicht." Daraufhin entwickelte sich eine lebhafte Diskussion. Vor allem SPD-Räte, aber auch CSU-Leute lehnen den Platz unter anderem aus Sicherheitsaspekten ab. Sie favorisieren den Wasserspiel-Brunnen, der den Freien Wähler weniger gefällt.

Bei der Frage nach den Kosten nannte Stiefler folgende Zahlen: Wasserspiele 70 000 Euro, Bodentextur 30 000 Euro, Strichcodes 24 000 Euro, Info-Skulptur 40 000 Euro, Maibaumhalterung zwischen 10 000 und 20 000 Euro je nach Gestaltung. Bis zu 52 000 Euro stehen als Förderung in Aussicht. Trotz Gegenstimmen der Freien Wähler wegen erheblicher Unterhaltskosten entschied sich das Gremium für die beleuchteten Wasserfontänen und lehnte den favorisierten Maibaumstandort ab.

Diskutiert wurden schließlich noch sogenannte Energiesäulen zur Versorgung des Pfarrplatzes mit Strom und Wasser. Auf Vorschlag von Bürgermeister Ernst Schicketanz werden vorerst nur Leerrohre eingebaut, wodurch eine spätere Einrichtung von Energiesäulen möglich ist.

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