24.01.2018 - 20:00 Uhr
Altenstadt an der WaldnaabOberpfalz

Neujahrsempfang der CSU: Altlasten: Es gibt Fortschritte

"Fundamentalopposition gibt es bei uns nicht. Viel wichtiger ist, dass wir Ideen einbringen und etwas voranbringen." Diese Worte untermauert Vorsitzender Dominik Baschnagel beim Neujahrsempfang der CSU mit Beispielen.

Landrat und stellvertretender CSU-Bezirksvorsitzender Andreas Meier spricht beim Neujahrsempfang der CSU über alternative Fakten, Altlasten und Stromtrassen. Bild: bgm
von Benedikt GrimmProfil

Als ganz neue Herangehensweise bezeichnete er bei der Veranstaltung im Feuerwehrhaus den von seiner Partei initiierten Sparfonds zur Sanierung der Flächen der ehemaligen Bleikristallfabriken.

Das honorierte auch Landrat und stellvertretender Bezirksvorsitzender Andreas Meier als zukunftsträchtige Initiative. Er habe mit der Gründung eines eigenen Sachgebietes mit mehr Personal auf die Altlastenproblematik reagiert. "Das zahlt sich nun aus. Wir sind in unseren Arbeiten so weit vorangeschritten wie noch nie", betonte Meier. Im Februar 2017 sei die bodenschutzrechtliche Anordnung der Sanierungsuntersuchung erfolgt. Dagegen habe sich die Eigentümerin auf juristischem Weg erfolglos versucht zu wehren.

Im Sommer folgte die Auftragsvergabe zur Sanierungsuntersuchung und von Oktober bis Dezember lief die Vergabe der Bohrleistungen. Die Bohrung der neuen Grundwassermessstellen soll nun bis Juli abgeschlossen sein. Bis November soll das Abschlussgutachten vorliegen, in dem Sanierungskonzepte bewertet werden. Außerdem würden weitere Entscheidungen über den Verbleib der Mieter auf dem Gelände fallen. "Mit diesem kurzen Sachstandsbericht möchte ich nochmals deutlich machen, dass auf dem Gebiet der Altlasten sehr wohl etwas geschieht und vorwärts geht. Vieles muss erst auf dem Rechtsweg durchgedrückt werden und kostet Zeit und Geld." Das Landratsamt sei nur für die akute Gefahrenabwehr zuständig, nicht für die komplette Sanierung und anschließende Entwicklung des Areals, betonte der Landkreischef.

Baschnagl führte auch die Einführung des Windelsacks für Neugeborene und körperlich Benachteiligte sowie die Sanierung des Dorfplatzes in Meerbodenreuth als Prioritäten auf.

"Was hat den Ausdruck Monster-Bauwerk eher verdient? Ein Erdkabel oder ein 250 Meter hohes Windrad?", kam Maier auf die Stromtrassen und Investitionen des Landkreises zu sprechen. In die Generalsanierung des Gymnasiums und die abgeschlossene Generalsanierung der Lobkowitz-Realschule flössen über 25 Millionen Euro.

In die Sanierung des Ämtergebäudes in Eschenbach, die historischen Gebäude an der Friedrichsburg in Vohenstrauß und den Anbau in Neustadt investiere der Kreis über 10 Millionen Euro in eine barrierefreie Verwaltung. Frauen-Unions-Vorsitzende Elisabeth Weiß erinnerte an die Rolle der Frauen in der Politik.

Das Landratsamt ist nur für die akute Gefahrenabwehr zuständig, nicht für die komplette Sanierung und anschließende Entwicklung des Areals.Landrat Andreas Meier zur Altlastenproblematik

 

 

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