02.03.2017 - 20:00 Uhr
Altenstadt an der WaldnaabOberpfalz

Politischer Aschermittwoch im Meerbodenreuther Schützenheim: Schaufel in die Hand nehmen

Die CSU setzt sich dafür ein, dass Altenstadt eine Familiengemeinde wird, in der auch die nächste und übernächste Generation ein Zuhause findet. Dominik Baschnagel fordert beim Politischen Aschermittwoch Kommunalpolitik mit "Herzblut, Fleiß und Energie".

Gut besucht war der Politische Aschermittwoch im Meerbodenreuther Schützenheim. CSU-Chefin Annett Kamm (stehend, links) und Fraktionssprecher Dominik Baschnagel (stehend, rechts) befassten sich mit der aktuellen Kommunalpolitik. Bild: sm
von Werner SchmolaProfil

(sm) CSU-Vorsitzende Annett Kamm machte im Schützenheim Meerbodenreuth deutlich, dass die CSU um die Zukunft der Gemeinde kämpfen werde. "Altenstadt kann mehr." Fraktionsvorsitzender Baschnagel kritisierte, dass die Gemeinde derzeit nur dann etwas unternehme, wenn es Zuschüsse gebe. "Aktiv Politik zu gestalten bedeutet, den eigenen Plan umzusetzen und nicht irgendwelchen Fördertöpfen hinterherzueilen." Wichtig sei der CSU, dass die Zügel wieder selbst in die Hand genommen würden.

Es sei notwendig, einen Plan und ein Konzept für die Zukunft zu entwickeln. "Für eine Familiengemeinde braucht es neues Wohnen, neues Gewerbe, selbstbewusstes Auftreten nach außen und ein Gemeinde-Image", stellte Baschnagel fest.

Partei der Bedenkenträger

Die Freien Wähler seien bei guten Ideen zur Zusammenarbeit bereit. Die SPD enttäusche maßlos. "Was haben die uns alles versprochen in den letzten beiden Wahlkämpfen." Herausgekommen sei eine einzige Bedenkenträgerei statt eigener Ideen. "Hochgesprungen wie ein Tiger und als Bettvorleger gelandet." Die Sozialdemokraten suchen zuerst das Haar in der Suppe. Eigene Vorschläge kommen keine, meinte Baschnagel. "Die CSU ist von der Bürgermeisterpartei einfach nur enttäuscht."

Beim Thema Stromtrassen habe die Gemeinde den Zug verpasst. "Die Bürgermeister unserer Nachbargemeinden haben bessere Arbeit geleistet." Jetzt sei man gleich zweimal betroffen. "Da mag es wohl auch an einem Netzwerk und Einfluss fehlen." Es sei an der Zeit, dass die Gemeinde aus der Lethargie aufwache. Es reiche nicht, ständig das schöne Wort Städtebauförderung zu nennen, wenn nur geplant werde. "Wir müssen endlich die Schaufel in die Hand nehmen", meinte Baschnagel mit Blick auf den Pfarrplatz und andere Maßnahmen der Ortsentwicklung.

Es sei nicht selbstverständlich, dass Deutschland so gut da stehe, sagte der Fraktionsvorsitzende zum Ende der halbstündigen Rede. Dahinter stecke harte Arbeit. "Es geht darum, wie wir in Zukunft regiert werden. Ich will kein linkes Bündnis mit einem Notkanzler Schulz, dem grünen Vogel Hofreiter und einer TV-Show-Politikerin Wagenknecht."

Kreuzerl bei der CSU

Wer ein starkes Bayern in Deutschland und Europa wolle, der müsse sein Vertrauen der CSU geben. "Die Union ist die Partei der Menschen, die Partei der Mitte." Sie sorge für Stabilität, Frieden und Freiheit. Bei der anschließenden Diskussion ging es verstärkt um die Themen Stromtrassen, Dorfplatz Meerbodenreuth und Fahrradwege.

Aktiv Politik zu gestalten bedeutet, den eigenen Plan umzusetzen und nicht irgendwelchen Fördertöpfen hinterherzueilen.Dominik Baschnagel

 

 

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