08.03.2018 - 20:00 Uhr
Altenstadt an der Waldnaab

SPD-Frauen fordern gerechteren Arbeitsmarkt Von Gleichstellung noch weit entfernt

Gut besucht war das SPD-Frauenfrühstück in der "Wirtschaft". Im Mittelpunkt stand dabei das Thema "Arbeitsmarktpolitik für Frauen". Ansprechpartnerinnen waren Landtagsabgeordnete Annette Karl als wirtschaftspolitische Sprecherin und ihre Kollegin Angelika Weikert, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion.

Sie wollen Frauen mehr Gerechtigkeit im Berufsleben verschaffen (von links): Brigitte Scharf aus Tirschenreuth, Landtagsabgeordnete Angelika Weikert, Sabine Zeidler aus Weiden, Landtagsabgeordnete Annette Karl und Nicole Bäumler aus Weiden. Bild: sm
von Werner SchmolaProfil

Frauenquote, Rückkehrrecht aus der Teilzeit in die Vollzeit oder gleicher Lohn für gleiche Arbeit: Frauen hätten andere Ansprüche an den Arbeitsmarkt als Männer. Es müsse gelingen, diese in die Arbeitsmarktpolitik einzuflechten und den Arbeitsmarkt für sie zu öffnen. Nur durch gleichen Lohn für gleiche Arbeit bekämen Frauen ihre finanzielle Unabhängigkeit. "Keine Minijobs oder Teilzeitfallen mehr", forderte Karl. "Wir brauchen Arbeitszeitmodelle, die es Frauen ermöglichen, trotz Kindern oder zu pflegenden Angehörigen den Anschluss im Beruf zu halten. Dies gilt auch für Alleinerziehende." Angelika Weikert schlug in die gleiche Kerbe. "Auch im öffentlichen Dienst sind wir von der Gleichstellung noch weit entfernt." Knapp 60 Prozent der Einsteiger seien weiblich, der Frauenanteil in der höchsten Besoldungsgruppe liege aber nur bei 20 Prozent. Und das sei in vielen anderen Bereichen genauso. "Die Diskriminierung lässt sich nicht wegdiskutieren und leugnen."

Im weiteren Verlauf ging Weikert unter anderem auf die Themen Mindestlohn, Altersarmut und Rente ein. "Je schlechter man bezahlt wird und je weniger man arbeitet, desto niedriger fällt die Rente aus."

Weitere Themen waren unter anderem das Elterngeld plus, der Ausbau der Kinderbildungseinrichtungen, der Abbau der Kita-Gebühren, das Recht auf Ganztagsbetreuung sowie die Pflege.

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