02.04.2018 - 13:00 Uhr
Oberpfalz

Bahnstrecke bei Altenstadt/WN wieder frei Gleisbau wie am Schnürchen

Die Bahn erneuert über die Osterfeiertage einen Teil der Gleise beim Bahnhaltepunkt in Altenstadt und kündigt im Vorfeld erhebliche Lärmbelästigungen an. Doch dann ist alles gar nicht so schlimm. Ein Problem gibt es trotzdem, ein Waggon mit neuen Schwellen ist verschollen.

von Werner SchmolaProfil

"Die Lärmbelästigung hielt sich in Grenzen", darin waren sich sieben der acht befragten Bahnanlieger einig. Nur eine Bewohnerin aus dem Fichtenweg fühlte sich vor allem Nachts belästigt und in ihrem Schlaf gestört. Der Schall drang allerdings auch bis zum Kalvarienberg, obwohl dieser ein schönes Stück von der großen Baustelle entfernt ist.

Die Arbeiten hatten bereits am Palmsonntag mit der Baustelleneinrichtung und Vorarbeiten begonnen. Dabei wurde unter anderen beim alten Bahnhof ein Lagerplatz eingerichtet. Die Arbeiten liefen dann von vergangenen Mittwoch ab bis Ostermontag. In dieser Woche sind die Bauarbeiter noch einige Tage mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Die Züge fahren ab diesem Dienstag auf einer Länge von rund 900 Metern auf nagelneuen Schienen vom Süden Altenstadts bis zum Bahnhaltepunkt in Fahrtrichtung Marktredwitz/Hof. Der Schotter ist nun gereinigt und zum Teil erneuert. Geplant war zugleich ein kompletter Austausch der Schwellen (etwa 1500 Stück). Allerdings mussten die Arbeiter feststellen, dass ein kompletter Waggon mit neuen Schwellen fehlt.

Aufgrund eines logistischen Problems war er anfangs nicht auffindbar, ist dann aber in Nürnberg aufgetaucht. Von dort konnte er nicht mehr rechtzeitig nach Altenstadt transportiert werden. Deshalb mussten die Arbeiter dann auf einem Teilstück unmittelbar beim Bahnhaltepunkt auf rund 100 Metern wieder die alten Schwellen verwenden. Die ausgebauten alten Schienen und Schwellen werden entsorgt, beziehungsweise wiederverwertet.

Die Arbeiten selbst liefen problemlos und im Zeitplan ab. Zuerst reinigte der Bautrupp mit einer Maschine den Schotter, zerstückelten dann das Gleis mit einem Schweißbrenner auf rund 5,5 Meter lange Teile und transportierten sie zum Lagerplatz. Eine Raupe planierte und verdichtete anschließend den Schotter. Ein Bagger legte die neuen Schwellen und die neuen 120 Meter langen Gleise auf. Mit einem Gleisheber richteten die Bauarbeiter die Schienen aus und verfüllten anschließend die Schwellen mit neuem Schotter. Eine Stopfmaschine hob die Gleise noch einmal an und brachte sie in die richtige Lage, während große Vibratoren den Schotter verdichteten. Zuletzt kamen dann noch die Schweißer, die die neuen Gleise alle 120 Meter zusammenfügten und die Nähte glätteten.

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