11.02.2018 - 20:00 Uhr
Altenstadt an der Waldnaab

Eltern lernen mit Wut und Trotz umgehen Öffentlicher Elternabend in der Arche

Gut besucht war der Elternabend im katholischen Kindergarten "Arche Noah" zum Thema "Wie reagieren bei Wut und Trotz?". Die Referentinnen Eva-Maria Zimmerer und Mario Scheid bereiteten das Thema unter verschiedenen Gesichtspunkten auf.

Mit Wolf und Giraffe als Handpuppen entschärft Eva-Maria Zimmerer (links) Trotzsituationen. Bild: adj
von Johann AdamProfil

Zunächst erklärten sie, was Trotz ist und wozu Kinder ihn einsetzen. Nicht in erster Linie, um Eltern zu ärgern. Die Trotzphase sei wichtig für die Entwicklung und Durchsetzungsfähigkeit von Kindern. In der Trotzphase werden Grenzen ausgelotet. Bei einem Trotzanfall sollten Eltern Einfühlungsvermögen zeigen, aber auch auf der Einhaltung von Regeln bestehen. Bockige Kinder brauchten Grenzen für Orientierung und Sicherheit. Der Einsatz der gewaltfreien Kommunikation (GFK) mit Symbolfiguren sei ein guter Ansatz. Mit Handpuppen, von denen eine einen Wolf - das trotzende Kind - und die andere die Giraffe - Eltern und Erzieher - darstellten, spielten die Referentinnen eine Trotzszene nach.

Fazit: Wenn Wölfe heulen, sollten Eltern das Ohr am Herz des Kindes haben. Die innere Haltung zur gewaltfreien Kommunikation ermögliche Respekt, Ehrlichkeit und Vertrauen. Die Folge sei eine gute Verbindung zum Gegenüber, mehr Kooperation und Lösungen.

Vier Schritte seien dabei wichtig: die Umstände beobachten, das Gefühl (Wie geht es mir dabei?), das Bedürfnis (Was brauche ich jetzt?) und die Strategie (konkrete Handlungen). Dabei müssen die einzelnen Schritte dem Alter und Entwicklungsstand der Kinder angepasst werden.

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