Ferkelerzeuger und Schweinezüchter tagen in Altenstadt
Mehr Platz für Ferkel

Vom Fachzentrum Schweinehaltung am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten referiert Werner Gollwitzer.

Die neue Verordnung für die Ferkelaufzucht sieht einen um 17 Prozent höheren Platzbedarf für jedes einzelne Tier vor. Das setzen die Betriebe in der Nordoberpfalz häufiger um, als die anderer Regionen.

Das erfuhren die Teilnehmer an der Gebietsversammlung des Ferkelerzeuger- und Schweineprüfrings Weiden für die Landkreise Schwandorf, Amberg, Neustadt, Tirschenreuth und die Stadt Weiden, ausgerichtet vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Schwandorf (AELF). Vorsitzender Max Kraus (Bärnau) und Werner Gollwitzer (AEFL) stellten fest, dass im Gesamtgebiet 72 Ferkelerzeugerbetriebe mit 8400 Sauen erfasst sind. Jede bringe im Schnitt pro Jahr 26 Ferkel zur Welt. In der Schweinemast handelt es sich um 60 Betriebe mit 85 643 Tieren in den Ställen. 50 Prozent der Betriebe hätten auf die Ferkel-Verordnung reagiert und den geforderten Platz geschaffen. 24 Prozent hätten dafür die Bestände reduzieren müssen.

Thema "Nitrat"

Eine weitere EU-Verordnung, die im Frühjahr durch den Bundesrat gehen soll, durchleuchtete Dr. Stephan Schneider vom Institut für Tierernährung in Bayern. Es geht um den Gewässerschutz vor Nitrat. Zum Schutz versuche man Betriebe in den Griff zu bekommen, die viele Tiere und nur wenig Fläche für die Ausbringung der Gülle oder des Dungs haben. "Sie könnten mit viehlosen Betrieben kooperieren, also die Tierhaltung mit der Pflanzenhaltung in Einklang bringen", schlug der Referent vor

Schneiders Fazit war, die Betriebe sollten den Tieren nicht mehr zuführen, als sie brauchen. "Denn die überflüssigen Nährstoffe scheiden sie aus und schon hat man zu viel Nitrat." Der Landwirt müsse das Futter gezielt von der Zusammensetzung und Menge her auszuwählen. "Eine Herausforderung", meinte Schneider, die mehr Investition in die Futtertechnik verlange.
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