14.01.2017 - 02:10 Uhr
Altenstadt an der WaldnaabOberpfalz

Fördergeld für Sanierung Für einen schönen Ortkern

Die Altenstädter können sich freuen. Die Gemeinde legt ein kommunales Förderprogramm auf. Bei bestimmten Voraussetzungen gibt es Zuschüsse für private Bauarbeiten bei der Ortskernsanierung. Dafür hat die Gemeinde nun eine Beratungsstelle im Rathaus eingerichtet.

Bürgermeister Ernst Schicketanz (Zweiter von links), Geschäftsleiter und Kämmerer Rüdiger Fuhrmann (Mitte) sowie Katrin Wieck vom Bauamt (links) stellten mit Christian Fröhlich und Maike Albrecht den Flyer zur Ortskernsanierung vor. Bilder: sm (2)
von Werner SchmolaProfil

"Unser Altenstadt soll noch schöner werden", meinte Bürgermeister Ernst Schicketanz bei der Vorstellung des Förderprogramms. "Wir wollen städtebauliche Missstände beheben", ergänzte Geschäftsleiter Rüdiger Fuhrmann. In einem Flyer der Firma "CP2" sind die wichtigsten Daten zum Förderprogramm zusammengefasst. Er wird heute, Samstag, im Sanierungsgebiet verteilt.

Im Flyer werden Tipps für private Gebäudesanierungen im Ortskern gegeben. Ortssanierung bedeutet, dass es Bauarbeiten gibt, um den Bestand zu erhalten, Landflucht zu verhindern, das Wohnumfeld zu verbessern, den Verkehr zu beruhigen und brachliegende Flächen zu nutzen. Außerdem soll damit ein Anstoß für private und öffentliche Investitionen gegeben werden.

Steuervorteile

Die Werbeagentur "CP2" beschreibt im Infoblatt, was Interessierte tun müssen, um an Fördergeld zu kommen. So werden zum Beispiel Sanierungen an Hausfassaden, Fenstern, Türen, Dächern, Zäune, Mauern oder Hofräume mit bis zu 30 Prozent bezuschusst. Voraussetzung ist, dass die Bauprojekte den Zielen der Ortssanierung entsprechen. Bauherren melden ihr Vorhaben bei der Gemeinde, dem Sanierungsträger oder beim Stadtplaner an. Sie erhalten vom städtebaulichen Berater (Architekturbüro RSP, Rosestraße 24, Bayreuth, Telefon 09 21 / 764 50-0) kostenlos Empfehlungen zur Umgestaltung. Das Büro erstellt außerdem gratis einen Planentwurf samt Kostenschätzung.

Das weitere Prozedere: Die Gemeinde bespricht die Vorschläge und Fördermöglichkeiten mit der Regierung. Sie überlassen dann dem Sanierungsträger die Zuschuss-Antragsstellung. Nach der Bewilligung zum vorzeitigen Baubeginn kann der Bauherr mit den Arbeiten beginnen. Nach Abschluss müssen alle Rechnungen mit Zahlungsnachweisen der Gemeinde vorgelegt werden. Die Bauherren erhalten am Ende den Förderbetrag.

Beratungsstelle

Neben hohen Zuschüssen für private Bauvorhaben gewährt der Staat für Gebäude, die sich im festgelegten Sanierungsgebiet von Altenstadt befinden, Möglichkeiten für eine Sonderabsetzung. Das bedeutet: Neun Prozent der Baukosten können acht Jahre und sieben Prozent vier Jahre lang von der Steuer abgesetzt werden. So können also in zwölf Jahren 100 Prozent abgeschrieben werden. Dadurch ist neben den Zuschüssen eine Steuerersparnis möglich.

Für Interessenten hat die Kommune eine städtebauliche Beratungsstelle im Rathaus eingerichtet. Beratungstermine sind am Dienstag, 24. Januar, 17 bis 19 Uhr sowie am Dienstag, 31. Januar, 10 bis 12 Uhr im Bauamt, Zimmer E11. Weitere Termine werden bekannt gegeben.

Informationen

Informationen zum Förderprogramm gibt es auf der Homepage der Gemeinde unter www.altenstadt-waldnaab.de. Ansprechpartner sind Geschäftsleiter Rüdiger Fuhrmann, Telefon 63 31-16 und Katrin Wieck, Telefon 63 31-35. (sm)

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