Grundschule Altenstadt veranstaltet Projekt zum Thema Behinderung
"Sieht leichter aus, als es ist"

Nicht gehen, sehen und sich frei bewegen können - bei einem Projekt der Grundschule informierten sich Schüler über das Thema Behinderung. Bild: sm

Wie fühlt es sich an, eine Behinderung zu haben? An drei Projekttagen setzten sich die Schüler der Grundschule mit dem Thema auseinander. An Stationen wie "Dufträtsel" lernten sie, wie schwer es sein kann, nichts zu sehen.

Sensibilisieren, Aufklären und Vermitteln. Um den Schülern das Thema Behinderung näherzubringen, lud Rektorin Doris Bodensteiner die Inklusionsbeauftragte Beate Götz und Martina Grüner vom HPZ Irchenrieth mit ihrem Team in die Turnhalle ein. An sechs Stationen, die zum Teil von Eltern betreut wurden, erfuhren die Kinder, wie es ist, eine Behinderung zu haben und wie man damit umgeht.

Basketball im Rollstuhl

Wie ein Rollstuhl zerlegt und zusammengefaltet wird, testeten sie an der ersten Station. Natürlich probierten die Kleinen auch selbst aus, wie es ist, mit einem Rollstuhl zu fahren und wie schwer es sein kann, ihn über schräge Flächen und Kanten zu schieben, ohne ihn umkippen zu lassen. Basketballspielen in einem Rollstuhl? "Das sieht leichter aus als es ist", resümierten die Kinder.

Mit Hilfe spezieller Brillen testeten die Schüler, wie Menschen mit Sehbehinderung ihre Umwelt wahrnehmen. Mit verbundenen Augen erfühlten sie verschiedenste Materialien, die alle von Robert Götz selbst hergestellt wurden. Bei einem Hör-Memory schüttelten die Kinder kleine Döschen mit verschiedenem Inhalt (Reis, Perlen, Steinchen, Nudeln) und mussten so herausfinden, welche Dosen die gleichen Dinge enthielten.

Keine leichte Aufgabe war auch das Spiel "Afferltratzen" mit einem Glöckchenball. Zwei sich gegenübersitzende Kinder rollten sich den klingenden Ball zu. Ein drittes saß mit verbundenen Augen in der Mitte und musste sich durch genaues Hinhören und eine schnelle Reaktion den Ball schnappen.

An der Station "Dufträtsel", stand der Geruchssinn auf dem Prüfstand. Kokos, Zimt oder Pfefferminze mussten von den Kleinen erschnuppert werden. Mit verbundenen Augen, dafür mit Hilfe eines Blindenstocks und eines Begleiters, tasteten sich die Kinder durch einen Parcours und eine Treppe hinauf und hinunter - eine echte Herausforderung.

Am Ende waren alle Schüler einer Meinung: "Menschen mit einer Behinderung müssen sehr viel leisten müssen, um im Alltag zu bestehen." Bodensteiner dankte dem Team für ihr Engagement und das Projekt, das die Kinder auf spielerische Art für dieses Thema sensibilisierte.
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