Reha-Sportgruppe feiert 50 Jahre
Kanone zum Geburtstag

Aufmerksam lauchten die Gäste und Ehrengäste dem zeitzeugen Anton Pscheidt. Der Ehrenvorsitzende des SV berichtete von der Gründung.
 
Mit der Goldnadel und Urkunde des BVS zeichnete stellvertretender Bezirksvorsitzender Herta Zahner aus.

Vor 50 Jahren wurde die Rehasportgruppe von acht Kriegsversehrten gegründet. Sie wollten durch Sport beweisen, dass sie ihr Leben meistern können. Heute ist der Rehasport vor allem für Unfallopfer und Gesundheit im Alter wichtig.

(adj) Hundert Gäste und Mitglieder der Reha-Vital-Sportgruppe im SV Altenstadt feiert in der "Wirtschaft" das 50-jährige Bestehen. Zeitzeuge Anton Pscheidt berichtete von der Gründung. Vorsitzende Herta Zahner wurde mit einer Goldnadel ausgezeichnet.

Anfänglich als Versehrtensportgruppe gegründet, hat sich die Gruppe zu einer anerkannten Reha-Abteilung entwickelt. Waren die Gründerväter noch Kriegsversehrte, steht heute die Rehabilitation nach Unfällen und Krankheiten sowie die Erhaltung und Wiedererlangung der Gesundheit im Vordergrund, wie Vorsitzende Zahner erläuterte. Vor allem der gesellschaftliche Zusammenhalt sei in der Gruppe, die inzwischen 72 Mitglieder zählt, sehr stark.

Viele Sportarten

Sportarzt Dr. Gerhard Zahner ging auf die Bedeutung bei der Gründung ein. Er beleuchtete den Wunsch der Versehrten, sich mit Sport wieder in der Gesellschaft zu integrieren. Die Vielzahl der Sportarten, die zur Gesundheit beitragen, könne man in Altenstadt sehen. Der Erfolg der Reha-Vital-Sportgruppe sei vor allem den Übungsleitern und dem Vorstand zu verdanken. "Diesen Menschen gilt der Dank und die besonderen Glückwünsche zum Jubiläum."

Von seinen Erinnerungen an die Gründung berichtete der Zeitzeuge und Ehrenvorsitzende des SV Altenstadt, Anton Pscheidt. Im zweiten Jahrzehnt des Bestehens des Sportvereins kamen Versehrte des Zweiten Weltkriegs auf den SV zu, um sich sportlich zu betätigen. Sie wollten beweisen, dass sie trotz Behinderung ihr Leben meisten können. "Auf Initiative von Ernst Weber unter meiner Mithilfe und dank der Unterstützung des Bezirksspielwartes Kurt Ernst wurde die Abteilung aus der Taufe gehoben", sagte Pscheidt. Die Gruppe bestand zunächst aus acht Kriegsheimkehrern. Mit der Zeit stieg die Mitgliederzahl und auch Frauen beteiligten sich. Mittlerweile habe sich die Abteilung als Reha-Vital-Sportgruppe etabliert.

Landrat Andreas Meier, Bürgermeister Ernst Schicketanz, Ernst Werner vom BLSV, der stellvertretende Bezirksvorsitzende Dieter Menzel und der Vertreter des VdK Ferdinand Kamm unterstrichen die Bedeutung des Rehasports. Sie lobten die Leistung des Vorstands und der Übungsleiter. Ernst Werner, dessen Vater Kurt Geburtshelfer bei der Gründung war, zitierte aus dem Gründungsprotokoll.

Überraschung für Zahner

Ferdinand Kamm überreichte an Gründungsmitglied und Kegelwart Hubert Winter eine hölzerne Kanone, die künftig als Preis ausgespielt werden soll. Stellvertretender Bezirksvorsitzender Dieter Menzel überraschte Vorsitzende Zahner. Er überreichte die Goldene Ehrennadel und die Urkunde des Bayrischen Versehrten Sportbundes.

Ein Bildervortrag von Alfons Barth über die vergangenen 50 Jahre rundeten den offiziellen Teil der Feier ab. Eine Bläsergruppe der Musikschule Neustadt unter der Leitung von Karl Wildenauer gestaltete den Festakt.
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