01.09.2014 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

B 85 am Wochenende "dicht": Neue Brücke bei Pittersberg und Asphaltierungsarbeiten in Amberg Kein Chaos trotz Vollsperrung

Es ist ein Horror-Wort für jeden Autofahrer. Wer den Begriff "Vollsperrung" hört, denkt unweigerlich an umständliche Umwege und endlose, zeitraubende Staus bis hin zum Verkehrsinfarkt. Beim Einbau einer neuen Brücke bei Pittersberg und der parallelen Sanierung der Fahrbahn im Stadtwesten Ambergs betraf es am Wochenende die besonders stark frequentierte Bundesstraße 85. Doch das befürchtete Chaos blieb aus.

Die Brücke bei Pittersberg muss an dieser Stelle eine extreme Spannweite haben und ohne Mittelpfeiler auskommen. Grund sind schwierige Bodenverhältnisse und die Erweiterung der B 85 um zwei Fahrspuren im kommenden Frühjahr. Bild: Petra Hartl
von Tobias Schwarzmeier Kontakt Profil

Statt für Dauerbaustellen hatte sich das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach um Abteilungsleiter Stefan Noll bei den Maßnahmen für zwei Wochenenden in der Ferienzeit entschieden und lag dabei goldrichtig.

Für die neue Brücke war die Bundesstraße am Samstag zwischen Ebermannsdorf und Pittersberg (Kreis Amberg-Sulzbach) schon ab 4 Uhr morgens "dicht". Die Verbindung zwischen A6 und A 93 ist mit bis zu 2500 Lastwagen im Schnitt an Werktagen eine der vom Schwerverkehr am meisten belasteten in der Region.

Während bei Pittersberg vier Stahlträger mit einer Länge von je knapp 42 Metern per Kran auf der B 85 einschwebten und millimetergenau eingepasst werden mussten, wurde der Verkehr großräumig über Schwarzenfeld umgeleitet. Dies klappte gut.

Schneller fertig als gedacht

Die Arbeiten liefen ohne Probleme und waren am Ende sogar eine halbe Stunde früher beendet als geplant. Die Sperrung nutzten die Staatsforsten auch dazu, verkehrsgefährdende Bäume zu entfernen. Um 17.30 Uhr war die Strecke wieder befahrbar.

Auch bei den dreitägigen Asphaltierungsarbeiten in Amberg blieben bis auf kleinere Staus am Freitagnachmittag an den Absperrungen größere Schwierigkeiten aus. 25 Mann sorgten in zwei Schichten für das Einhalten des Zeitplans. Nur das Wetter spielte nicht ganz mit. Wegen des regennassen Asphalts waren die Markierungsarbeiten nicht möglich und müssen heute und morgen nachgeholt werden.

Die weiteren Arbeiten an der Brücke werden laut Noll den Verkehrsfluss nicht mehr stark beeinträchtigen. Lediglich im November werde man die Straße dann noch einmal einen halben Samstag sperren müssen. Die Arbeiten an der Fahrbahndecke werden im gleichen Abschnitt am kommenden Wochenende mit der anderen Straßenseite abgeschlossen.

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