29.05.2017 - 17:56 Uhr
Oberpfalz

125 Jahre Feuerwehr Karmensölden: Lange Feier und kurze Reden

"Wir sind 125" - steht auf dem Logo der Feuerwehr Karmensölden. Drei Tage dauerte das Jubiläumsfest. Das Programm: Festabend, Messe und Festzug. Auch einen Sketch gab es. Dabei ging es weniger um die Aktiven als um "Heilige".

Einsatzdemonstration: Mit dem Rettungsspreizer wird die Beifahrertür abgesprengt, damit der Verletzte geborgen werden kann. Bild: gf
von Autor GFRProfil

Karmensölden. (gfr) Beim Festabend erinnerte Festleiter Manfred Rath daran, dass das königliche Bezirksamt im Juli 1880 in einem Schreiben angekündigt hatte, die Stadt Amberg werde künftig keine Löschhilfe mehr leisten. Mit anderen Worten: Selbstständige Gemeinden wie Karmensölden müssten ihr Löschwesen fortan eigenständig organisieren. Vorausgegangen war ein größerer Brand in Rammertshof. Zwölf Jahre später wurde die Karmensöldener Wehr gegründet. Rath sagte, dass gefeiert werden soll. Dabei seien lange Reden nur im Weg. Diesen Hinweis verstand auch OB Michael Cerny.

Der Ratshauschef gratulierte zum 125-Jährigen, meinte aber, dass ein Dank an die Feuerwehr mehr als angebracht sei, denn dieses Ehrenamt müsse einfach herausgestellt werden. Wenn andere in Not sind, wenn es brennt oder bei schweren Verkehrsunfällen, die Feuerwehr sei rund um die Uhr zur Stelle. Die Aktiven lassen Arbeit oder Privatleben links liegen und rücken aus. Ein Scheck, den der Oberbürgermeister mitgebracht hatte, soll zur Deckung der Fixkosten beitragen. Zudem werde er die Stadtgärtner beauftragen, das Umfeld des Gerätehauses in Schäflohe ordentlich zu gestalten.

Stadtbrandrat Bernhard Strobl sagte, dass die Feuerwehr Karmensölden eine gut ausgebildete und schlagkräftige Truppe sei. Allen Aktiven wünschte er nach Einsätzen stets eine heile Rückkehr ins Gerätehaus. Mit den Kommandanten der Stadtteilfeuerwehren Ammersricht, Raigering und Gailoh überreichte Strobl einen Gutschein, mit dem die Karmensöldener ihre technische Ausstattung vervollständigen können.

Für den Patenverein aus Grumbach im Erzgebirge unterstrich Wehrführer Uwe Bräuer, dass seit 1996 eine Partnerschaft besteht: "Wir Grumbacher sind schon älter und laden euch demnächst zu unserer 140-Jahr-Feier ein." Bräuer überreichte ein Relief des heiligen Florian sowie ein Gruppenfoto der von ihm geführten Wehr.Karmensölden. Bereits am Freitag traten die Jugendfeuerwehren zur Abnahme der Jugendflamme an. Fragen zur technischen Ausstattung der Fahrzeuge galt es zu beantworten, Schläuche zu kuppeln und fingierte Verletzte durch einen Parcours zu tragen - mit verbundenen Augen. Bei der Messe am Sonntag an der Marien-Kapelle in Fiederhof hielt Pfarrer Dominik Mitterer (Poppenricht) einen Funkwecker und meinte, dass damit die Feuerwehrleute schneller denn je alarmiert werden könnten. Die beste Technik aber nutze wenig, wenn der Empfänger nicht hinhöre. Vor gut 2000 Jahren seien auch die Jünger von Christus alarmiert worden, die alles stehen und liegen ließen und dem Ruf Christi folgten.

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