17.09.2017 - 14:12 Uhr
Oberpfalz

250 Ehrenamtliche begleiten den Freundschaftsmarathon Im Dienste der Freundschaft

Das sportliche Band, das sich am Sonntag von Weiden nach Amberg spannte, war auch ein Marathon für die Ehrenamtlichen. Gut 250 Einsatzkräfte sorgten für die Sicherheit, Versorgung und Betreuung der Sportler. Seit den frühen Morgenstunden war sie unterwegs.

Einsatzvorbesprechnung der Feuerwehr mit der Polizei in Schnaittenbach.
von Andreas Brückmann (brü)Profil

Amberg/Weiden. In Schnaittenbach stand noch der Morgennebel, als sich die 60 Einsatzkräfte der örtlichen Feuerwehr um Kommandant Michael Werner gegen 7.30 Uhr im Feuerwehrhaus trafen. "Natürlich machen wir das gerne, uns bei diesem Großereignis einzubringen", sagte Werner gut eine Stunde vor dem Start des Halbmarathons um 10 Uhr. Aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre gab er aber bereits so früh zu bedenken: "Es ist schade, dass einige Autofahrer unsere Arbeit einfach nicht zu schätzen wissen, und die Einsatzkräfte blöd angesprochen werden, wenn sie Straßen für die Läufer absperren."

Polizei mit Verspätung

Hilfe kam in diesem Jahr von der Polizei, deren Beamte die Ehrenamtlichen an wichtigen Verkehrspunkten personell unterstützten. Dabei hatte die Einsatzleitung selbst noch mit Problemen zu kämpfen, wie aus dem Vorbereitungsgespräch mit der Feuerwehr zu erfahren war. "Irgendwie ist es untergegangen, dass wir auch für den Halbmarathon ein vorausfahrendes Polizeimotorrad brauchen. Das war bis heute morgen noch nicht angefordert. Aber wir haben das kurzfristig geregelt. Es wird pünktlich hier sein", beruhigten die Polizisten die Helfer im Startbereich. Und wie vorhergesagt erschien die Maschine mit Blaulicht pünktlich an der Startlinie, an der Moderator Markus Pleyer dem Publikum einheizte. "Eigentlich ist es schade, dass dies der letzte Lauf ist. Gerade was die Freundschaft der beiden Städte Amberg und Weiden angeht, war dies immer ein verbindendes Ereignis, das mir persönlich hier als Moderator auch selbst viel Spaß gemacht hat. Naja, eventuell findet sich ja in den kommenden Jahren eine neue gemeinsame Aktion." Für mehr Worte hatte Pleyer keine Zeit mehr: "Sagen sie mal, wo ist denn da die Wechselzone?", wollte schon wieder ein Neuankömmling wissen.

Damit er die organisatorischen Hinweise dann auch per Mikrofon für alle verständlich verkünden konnte, dafür sorgten extra Beschallungstechniker. "Wir haben bis heute morgen noch das Kneipenclubbing "Amberg tanzt" teilweise beschallt, haben dann in Amberg ab- und hier wieder aufgebaut. Daher sind wir gerade noch etwas müde", grinsen die Techniker. "Aber es läuft."

Ebenso läuft es in der Aula der Schule in Schnaittenbach. Über 20 Helfer des örtlichen TuS sorgen hier für die Registrierung der Teilnehmer. Mittendrin ist Sandra Werner. Sie zeichnet verantwortlich für das abgegebene Gepäck der Teilnehmer. "Ich denke, wir haben gut 80 Taschen hier entgegengenommen, die dann nach Amberg gebracht werden müssen", blickt sie auf den Berg hinter ihr liegender Rucksäcke und Kleiderbeutel.

Lastwagen für's Gepäck

Für den Transport sorgt das Technische Hilfswerk (THW) Amberg, das mit einem Lastwagen extra dafür angerückt ist. "Unser Job ist es, die Sachen zum Ziel zu bringen", erzählen die beiden Ehrenamtlichen. "Unsere Kollegen stehen zusammen mit der Feuerwehr bereits in Amberg, um dort den Verkehr zu regeln", erklären die beiden, bevor sie mit dem Verladen beginnen.

Da war der Halbmarathon bereits gestartet, ein Großteil der Marathonläufer bereits durch die Wechselstation durch. Zeit auch für TuS- Cheforganisator Gerald Dagner, ein erstes Resümee zu ziehen: "Ich denke, wir haben das wieder gut organisiert. Wir haben super Helfer hier gehabt. Ohne die wäre das hier alles nicht möglich gewesen."

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Alles zum Freundschaftsmarathon im Internet: www.onetz.de

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