06.04.2018 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Alpenvereins-sektion zieht Bilanz 2017 Trubel ist ihre Sache nicht

Mit rund 2500 Mitgliedern zählt die Amberger Alpenvereins-Sektion zu den größten Vereinen in der Stadt. Wahrgenommen wird das so kaum. Auch wenn es schwere Brocken zu stemmen gibt.

Unter anderem gratulieren Vorsitzender Rolf Pfeiffer (Zweiter von links) und sein Stellvertreter Bernd Schreiner (rechts) den Mitgliedsjubilaren (von links) Francoise Meixner, Rudolf Maier, Hubert Daubenmerkl, Rita Bogner, Rudolf Wild und Helmut Bogner. Sie sind seit 25 Jahren bei der Amberger Sektion des Deutschen Alpenvereins. Bilder: Sigrid Streich (2)
von Externer BeitragProfil

Etwa beim Unterhalt der Hochalpen-Hütte (2135 Meter) im österreichischen Ötztal, die den Namen der Stadt trägt. Die Aufwendungen für ihren Unterhalt, das ging laut einer Pressemitteilung aus dem Rechenschaftsbericht von Vorsitzendem Rolf Pfeiffer hervor, erfordern enorme Anstrengungen. Um die wasserrechtliche Genehmigung zur Versorgung der Amberger Hütte aufrecht erhalten zu können, müssten beispielsweise strikte Auflagen der zuständigen Behörde in Imst erfüllt werden.

Über 20 000 Euro habe die Sektion dafür schon ausgeben müssen, und weitere Kosten kämen noch auf die Sektion zu, unterstrich Pfeiffer. Ein Turbinenschaden im Wasserwerk der Hütte habe bisher nur durch den vorübergehenden und provisorischen Einbau des alten Turbinenrades überbrückt werden können. Zudem müsse vor Beginn der Sommersaison noch in einen neuen Filter investiert werden, um die aufgetretenen Trinkwasserprobleme zu beheben.

Eine der beiden Sektionsfahrten wird heuer vom 27. bis 29. Juli zur Amberger Hütte führen, die Zsigmondy Hütte in Südtirol ist vom 20. bis 23. September das Ziel der Amberger Alpenvereinsmitglieder, kündigte der Vorsitzende an. Ausbildungsreferent Peter Segerer, so sein Bericht, kann sich derzeit auf zehn Fachübungsleiter stützen, er warb bei der Versammlung jedoch um weitere Interessenten. Das Tourenprogramm der Sektion für heuer ist teilweise schon im Internet veröffentlicht.

Warteliste für Kinder

Die Seniorengruppe, so ihr Sprecher Erich Donhauser, war monatlich zu Touren in der näheren Umgebung unterwegs. Rund 280 Kilometer seien so im vergangenen Jahr zusammengekommen, berichtete er, eine gemeinsame Wanderwoche habe das Zillertal zum Ziel gehabt. Heiko Schneider stellte die engagierte Jugendarbeit vor. 60 Kinder werden derzeit von neun Übungsleitern in sechs Gruppen organisiert.

Inzwischen existiere bereits eine Warteliste für Kinder und Jugendliche, die Klettern lernen wollen. Sie könnten aber nur aufgenommen werden, wenn weitere ausgebildete Gruppenleiter zu Verfügung stünden. Das sei momentan nicht der Fall. Geklettert wurde in der vereinseigenen Halle und an umliegenden Felsen. Am Kinderfest der Stadt beteiligte sich die DAV-Jugend mit einer Seilbrücke über die Vils. In der Geschäftsstelle in der Dekan-Hirtreiter-Straße, so deren Leiter Jochen Huhn, werden die über 2500 Mitglieder immer noch ehrenamtlich verwaltet. Er warb deshalb um Unterstützung, um vielfältigen Aufgaben, die regelmäßig als Verbandsarbeit erbracht werden müssen, bewältigen zu können.

Im Amt bestätigt

Mit Urkunden und Glückwünschen bedachte Pfeiffer eine ganze Reihe treuer Mitgliedsjubilare, die vor 25 bis 70 Jahren dem Alpenverein beigetreten sind. Das war die letzte Aufgabe seiner turnusgemäß auslaufenden Amtsperiode als Vorsitzender, weshalb Neuwahlen anstanden. Doch Pfeiffer bleibt diese vornehme Pflicht weiter erhalten. Er wurde abermals im Amt bestätigt, ebenso wie sein Stellvertreter Bernhard Schreiner und Schatzmeister Franz Mertl. Einen Wechsel gab es hingegen beim Jugendreferent (bisher Gerhard Siegert) mit Heiko Schneider und beim Schriftführer (bisher Siggi Rogenhofer) mit Andrea Goss.

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