Amberg startet am 29. Juli Weltrekordversuch im Mensch-ärgere-Dich-nicht-Spielen
Marktplatz als Riesen-Spielbrett

Mit den roten Punkten sind Künstler Marcus Trepesch (links) und Lukas Stollner vom Kreisjugendring schon fast fertig. Der Marktplatz bekommt aber auch noch weitere Teile eines Mensch-ärgere-Dich-nicht-Spiels verpasst - und in der Mitte eine große Spielfigur.

Regen wäre Gift für den Rekordversuch. Aber ansonsten sind sich die Organisatoren sicher, dass Amberg am Samstag, 29. Juli, einen neuen Weltrekord im Mensch-ärgere-Dich-nicht-Spielen aufstellen kann. Selbst wenn sich das Guinness-Buch nicht dafür interessiert.

Das Rekordinstitut Deutschland sorgt aber für die offizielle Anerkennung, wenn in Amberg mehr als 1053 Spieler zusammenkommen sollten. Das erläuterte Thomas Eichenseher, der Vorsitzende des Stadtmarketing-Vereins, am Mittwoch bei einem Pressegespräch auf dem Marktplatz. Dort werden am 29. Juli 200 Biertischgarnituren aufgebaut, an denen jeweils acht Spieler Platz haben. Mit 1054 Teilnehmern wäre der Rekord von Limbach-Oberfrohna schon pulverisiert, Eichenseher glaubt aber, "dass wir auch 1500 locker erreichen können". Er rief nicht nur die Amberger auf, sich zu beteiligen, sondern die gesamte Region: "Das ist eine tolle Möglichkeit, Werbung für die Heimat zu machen."

Hersteller sponsert 375 Sets

Eine Anmeldung ist vonseiten der Organisatoren erwünscht (rekord.amberg.de), doch auch spontane Teilnehmer sind willkommen. "Aber sie müssen halt damit leben, dass wir für sie vielleicht keinen Platz oder kein Spiel mehr haben", gab Simone Schlage zu bedenken, die Geschäftsstellenleiterin des Stadtmarketingvereins. 375 Mensch-ärgere-Dich nicht-Sets sponsert der Hersteller Schmidt-Spiele. Sie werden hinterher an soziale Einrichtungen verteilt. Der Rekordversuch zu Ehren des Ambergers Josef Friedrich Schmidt, der das beliebte Gesellschaftsspiel erfunden hat, beginnt am 29. Juli um 18 Uhr mit der Einweisung der Teams und der Ausgabe der Sets (10 Euro Pfand). Um 19 Uhr startet das gemeinsame Spielen, das mindestens eine halbe Stunde dauern muss. Das teilnehmerstärkste Team (Verein, Unternehmen oder Schule) bekommt einen Pokal. Im Rahmenprogramm gibt es Musik, eine Hüpfburg und einen Segway-Parcours. Um die Bewirtung kümmert sich der Serviceclub Round Table, der die Einnahmen an gemeinnützige Projekte für Kinder spenden wird.

Brigitte Nettas Idee

OB Michael Cerny fand das Rekordziel ambitioniert, aber machbar. Ihm gefiel vor allem, mit welchem Elan seine Stellvertreterin Brigitte Netta, die bei der Luftnacht 2016 auf die Idee dafür kam, das Thema vorantrieb. Unterstützung erhielt sie von der Gewerbebau und dem Stadtmarketingverein. "Wir waren gleich Feuer und Flamme", erinnerte sich Thomas Eichenseher. Cerny hofft auf ähnliche Begeisterung bei den potenziellen Mitspielern: "Jeder, der mitmacht, ist ja Weltrekordinhaber." Und wenn es tatsächlich regnet? Noch nimmt Thomas Eichenseher dieses Thema mit Humor: "Dann heißt es: Mensch ärgere Dich nicht und spiel weiter."
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