13.12.2017 - 20:10 Uhr

AZ-Adventskalender, Türchen Nr. 14: Einst eine wichtige Verkehrsader

Korn und Erz, Salz und Wein

Das Diplom Kaiser Konrads II. von 1034 nennt nach den Worten von Gerhard Kotzbauer für die Amberger das Recht "naulum": Nach neueren Forschungen sei dies keine Schiffs-, sondern eine Fährabgabe gewesen. Deshalb sei nicht erwiesen, ob die Vils damals schon "bis Amberg mit Schiffen befahren werden konnte". Spätestens im 12. Jahrhundert dürfte das aber der Fall gewesen sein, betont Kotzbauer.

Damals seien die Amberger Kaufleute erstmals mit großzügigen Privilegien ausgestattet worden - "und ihr Handel mit Schiffen die Donau abwärts bis Passau" sei urkundlich belegt. "Flussabwärts wurde neben anderen Waren wie Honig, Wein, Gerste, Korn und Hafer meist Erz und Eisen transportiert", flussaufwärts überwiegend Salz, aber auch Wein, erklärt Kotzbauer. Für 1437 bis 1442 seien in Amberg zwei Schiffmeister mehrfach belegt. "Die Anzahl der Schiffe für den Amberger Schiffszug erhöhten sich kontinuierlich, wobei sie sich wohl in erster Linie nach der zu erwartenden Ladung und dem Wasserstand der Vils richteten." 1550 bis 1555 seien sogar sechs Schiffe im Einsatz gewesen.

Die Saisonzeiten richteten sich nach Kotzbauers Recherchen nach dem Wetter - etwa von der Fastenzeit oder um Ostern herum bis zum Frostbeginn Mitte Oktober. Pro Woche sei "nicht mehr als eine Schifffahrt nach Regensburg" üblich gewesen. Flussabwärts seien diese Touren alleine mit der Wasserströmung möglich gewesen. "Dazu waren die Schiffe mit Stangen und Rudern ausgerüstet." Flussaufwärts dagegen wurden sie getreidelt, "also vom Ufer aus mit Seilen gezogen" - zunächst nur mit menschlicher Kraft. Erst im 15. Jahrhundert seien Rösser eingesetzt worden. "Im 16. Jahrhundert zogen vier Pferde ein Schiff."

Konkurrenten in der Vilsschiffahrt seien die Schmidmühlener gewesen, erläutert Kotzbauer. Wenn diese "1550 behaupteten, Amberg habe früher gar keine richtigen Schiffe, sondern ,allain ein klain scheffle oder zille' gehabt, so dürfte sich das wahrscheinlich auf eine sehr frühe Zeit beziehen", meint er. Der Niedergang von Bergbau und Eisengewerbe zu Beginn des 17. Jahrhunderts habe auch der Schifffahrt enorme Einbußen beschert. Es gab viele Probleme: "Die Fallinhaber suchten sich des Unterhalts der Fälle zu entziehen, die Auseinandersetzungen mit den Anliegern der Treidelpfade nahmen kein Ende und die Räumungsmaßnahmen im Flussbett erfolgten häufig unzureichend." Die Folge: "Mit dem Ende der Saison 1826 kam die Schifffahrt zum Erliegen." (eik)

Sie ist eine der ältesten Gassen in der Altstadt: In die Schiffgasse führt der AZ-Adventskalender heute. Im Gegensatz zu vielen anderen Amberger Straßen habe sie ihren Namen "über die Jahrhunderte hinweg nahezu in seiner Ursprungsform bis heute" behalten, sagt Gerhard Kotzbauer.

Ein bisschen Venedig mitten in Amberg vermittelt die Schiffgasse. Einst war sie Anlegestelle für die Vilsschiffe auf einem damals sehr bedeutenden Handelsweg. Bilder: Hartl (2)

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