26.09.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Bisher einmalige Großübung der Nachwuchsfeuerwehren: Vermisste auf Siemens-Gelände

Mit einer bisher einmaligen Großübung, an der fast 50 Jugendliche der Amberger Feuerwehren beteiligt waren, stellte der Nachwuchs unter den kritischen Augen seiner Ausbilder unter Beweis, was er gelernt hat.

Aus dem verqualmten unteren Bereich des Silos wurde eine bewusstlose Person geborgen. Bilder: gf (2)
von Autor GFRProfil

Amberg. (gfr) Ein Szenario, das so eigentlich nie eintreten sollte, war für die Großübung der Amberger Feuerwehrjugend vorgegeben. Im Verpackungs-Silo des Siemens-Lagers in der Fuggerstraße hat es eine Explosion gegeben - und mehrere Personen seien seither vermisst. Das Siemens-Gelände war für die Einsatzübung ausgewählt worden, weil hier die Amberger vom Einsatzgeschehen kaum etwas mitbekamen und somit auch niemand beeinträchtigt wurde. Die Amberger Feuerwehr wurde alarmiert, einschließlich der Ortsteilfeuerwehren Gailoh, Raigering, Ammersricht und Karmensölden. Als die ersten Fahrzeuge am Siemens-Lager eintrafen, war vom großen Verpackungs-Silo wegen dichter Rauschschwaden wenig zu sehen.

Die Aufgaben vor Ort: Lage abklären, wo sich der Brandherd befindet, wo die vermissten Personen zu finden sein könnten. Ein Bewusstloser musste unten aus dem Silo befreit werden, eine weitere Person im ersten Stock klagte über Schmerzen im Bein und konnte nicht mehr gehen, wurde aber mit Hilfe der Drehleiter aus ihrer misslichen Lage gerettet. Zügig war genügend Wasser in den Schläuchen, und dann stellte sich in der Endabrechnung heraus, dass binnen einer Stunde rund 40 000 Liter Wasser zur Brandbekämpfung eingesetzt worden sind. Da damit zu rechnen war, dass die Wasserversorgung vor Ort nicht ausreichen könnte, wurde der Abrollbehälter Tank mit seinen 6000 Litern nachgefordert. Die Übung sollte auch zeigen, dass der Feuerwehrdienst für Jugendliche nicht nur aus Lernen besteht.

Wer als Jugendlicher ab zwölf Jahren schnuppern will, kann sich auf der Homepage der Amberger Feuerwehr informieren oder in der Wache am Schießstätteweg vorbeischauen.

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